Samstag, 01. April 2006
THE EPOXIES
„Cobra“ - Solingen

Am fruehen Vorabend ging ich noch einmal auf die Homepage von der „Cobra“ und musste mit leichtem Entsetzen feststellen, dass sich eine dritte Band ins Programm eingeschlichen hatte. Oh no, drei Bands an einem einzigen Abend wird definitiv eine zu viel für mich sein.
Knapp 24 Stunden spaeter befanden sich Karin und meine Wenigkeit auf der Autobahn in Richtung Solingen. Ohne uns nicht ein einziges Mal zu verfahren kamen wir in der selbsternannten Rock City No. 1 an. Unser Plan: Vor dem Konzert in der „Cobra“-Kantine noch etwas Schmales zu uns zu nehmen. Leider war die dann aber zu und unser kleines Hungergefuehl blieb. Da wir aber nicht mit leeren Maegen den Abend beginnen wollten fuhren wir die Merscheider Strasse hoch, in der Hoffnung etwas Essbares zu finden. Aber nichts war uns gut genug! Wir passierten dutzende von Doener- und Pommesbuden, fuhren an eben so vielen Pizzerias vorbei, aber all diese kleinen Futteroasen hatten nur einen gravierenden Nachteil, sie sahen von aussen absolut dreckig aus. Nun ja, es war auch nicht gerade die beste Wohngegend hier. Ausserdem mussten wir Landeier feststellen, das Solingen ganz schoen runtergekommen aussieht, zumindest die Merscheider Strasse hinterliess bei uns keinen wirklich guten Eindruck.
Nach einer halben Stunde der erfolglosen Suche fuhren wir wieder zur „Cobra“ zurueck. Noch immer schien die „Kantine“ geschlossen zu sein. Wir stiegen wieder ins Auto und machten uns nun in die andere Richtung auf. Und welch ein Glueck! In Sichtweite der „Cobra“ machten wir ein unscheinbares kleines Restaurant mit dem Namen „Das Wirtshaus“ aus. „Das Wirtshaus“ wurde von einem aelteren Ehepaar aus dem Balkan betrieben. Der Mann stand in der Kueche und die Frau bewirtete die Gaeste. Wirklich ein kleines schmuckes gastliches Ambiente. Wir beiden fuehlten uns direkt wohl und bestellten fuer relativ kleine Kohle Cevapcici, Filetspiesse, Pommes frites und Salat. Direkt uns gegenueber feierte eine kleine Gesellschaft von ca. 15 Personen. Im Hintergrund lief tatsaechlich eine komplette Hosen-Scheibe durch. Die Gaststaette wurde schnell voll, der Chef des Hauses begruesste die Neuankoemmlinge mit Handschlag und Umarmung. Wohl alles Stammgaeste, tippte ich. Nach diesem vorzueglichen kleinen Imbiss ging es wieder zur „Cobra“. Ohne grosse Probleme wurden wir an der Kasse „durchgelotst“. Danke für die Gaesteliste, Nanette!
In der Halle war es ganz schoen dunkel. Der Grund: Auf einer Leinwand vor der Buehne lief per Real-Player und mit deutschen Untertiteln einige Folgen von „Futurama“. Das Motto an diesem Abend war ja klar, alles sollte sich, passend zu dem Sound der EPOXIES um die Welt der Roboter drehen. Der DJ legte haufenweise guter Scheiben auf, wie etwa the TOURS „Language School“ und weitere obligatorische Punkrock-Knaller im „Teenage Kicks“-Stile.
Da wir unser Lager in der Naehe vom Mischpult aufgeschlagen hatten konnten wir immer mal wieder einen Blick auf den Master-Plan werfen, der seitlich neben dem Mischpult befestigt war.
So kam die erste Band des Abends mit einer guten viertel Stunde Verspaetung auf die Buehne. the Phonethones, natuerlich aus Solingen. Vier Bubis, die einen etwas unsicheren Eindruck machten und mit ihrem Sound sicherlich bald als die next Generation nach den JET BUMPERS und DIRTSHAKES gehandelt werden. Nur war mir der Sound einfach zu nichts sagend. Schleppender Garagensound, der auf 60ties-Bands basierte. Mich hat die Band nur gelangweilt.
Irgendwann war es dann endlich vorbei und es lief wieder „Futurama“. Umbaupause! Dann endlich ging die Leinwand hoch und ich verabschiedete mich von Karin und machte mich auf den Weg zur Buehne. Aber da tat sich noch nichts. So stand ich dann vorne total bloede rum und hoerte mir nun weitere Lieder von Band an, darunter D-I-E DJ-Entgleisung des Abends: „Pogo In Togo!“ Ich zog eine Fresse vom Allerfeinsten und bekam voll schlechte Laune! Doch die verflog dann nach wenigen Minuten wieder.
Und endlich standen die EPOXIES auf der Buehne! Da gab es zunaechst eine Menge zu gucken. Bassist Shock (nein, wir sind weder verwandt noch verschwaegert!) hatte an seinem Space-Bass eine gruene Laserleuchte montiert. Sehr unterhaltsam.
Aber auch der Rest der Band machte den Eindruck, als wenn sie gerade aus einem Raumschiff gefallen waeren. Saengerin Roxy erinnerte mit ihren fatalen Tanzschritten und natuerlich auch mit ihrer Stimme verblueffend an REZILLO Fay Fife. F.M. Static am Synth war ebenfalls voellig durchgeknallt und war an den Tasten immer gut unterwegs. Das Problem, was ich an dem Abend hatte war schnell geklaert. Die EPOXIES haben wenn es hoch kommt vier oder fuenf richtige Live-Hits, aber der Rest versank irgendwie im Mittelmass. Auf Platte gefallen mir sie jedenfalls eindeutig besser. Die Optik riss allerdings das musikalische Tief immer wieder raus, denn ich verknipste komplett meinen 24er-Film. Das war so nicht geplant. Eigentlich wollte ich von jeder Band 12 Fotos machen. So blieb also kein einziger Schuss mehr fuer the BRIEFS uebrig. Aber auch nicht weiter schlimm, denn zum einen hatte ich die BRIEFS schon einmal gesehen gehabt und nach zwei Bands hatte ich eigentlich auch genug fuer heute.


RALF REAL SHOCK ( Mittwoch, 12. April 2006 )
 

ROXY EPOXY (Vocals)

F.M. STATIC (Synths)

SHOCK DIODE (Bass) + VIZ SPECTRUM (Guitar)

v.l.n.r.: VIZ SPECTRUM (Guitar), SHOCK DIODE (Bass) + ROXY EPOXY (Vocals)

ROXY EPOXY (Vocals)

F.M. STATIC (Synths)

ROXY EPOXY (Vocals)

F.M. STATIC (Synths)

SHOCK DIODE (Bass)

F.M. STATIC (Synths)

ROXY EPOXY (Vocals)

vl.n.r.: SHOCK DIODE (Bass), VIZ SPECTRUM (Guitar) + ROXY EPOXY (Vocals)

F.M. STATIC (Synths)

SHOCK DIODE (Bass)

the final song: ROXY EPOXY (Vocals) + the ROBOT MEN´S