* * * * * Hit! , * * * * knapp vorbei , * * * OKay , * * Glueck gehabt , * Shit!

So, hier nun wegen meines Urlaubes das verfruehte Update fuer August. Das Update fuer September erfolgt dann wieder wie gewohnt, Anfang Oktober 2007.  Alle Reviews, wie immer, besprochen von Ralf Real Shock.

 

FABULOUS DISASTER - „Love At First Fight“  CD 

FABULOUS DISASTER

„Love At First Fight“  CD

( I Scream Records / Gordeon Music Promotion , Release Date: 07. September 2007 )

Nach zwei Alben auf „Fat Wreck” haben die kalifornischen Ladys den Wechsel zu einem anderen Label gewagt. Ungefaehr vier Jahre liegen zwischen dem letzten Album „Panty Raid!“ und ihrer aktuellen Errungenschaft. Viel geaendert hat sich dabei nicht. Ungefaehrlicher Pop-Punk (kleine Zwischenfrage: War Pop-Punk jemals gefaehrlich?), der sich stur an der Akkorde-Vielfalt(?) der RAMONES orientiert. Dabei wird am Schluss der 15 Eigenkompositionen noch der T.REX-Klassiker „20th Century Boy“ recht ordentlich nachgespielt. Klingt doch alles gar nicht so schlecht. Dennoch habe ich hier ein grundlegendes Problem. Kein Song schafft es bei mir so richtig durchzustarten. Wo ich wirklich sagen koennte, dass dies mal eine echt geniale Pop-Punk-Nummer waere! Das es zu dieser Aussage leider nicht gereicht hat, liegt in erster Linie am ewig gleichklingenden Gesang. Besonders die letzten Worte bei den Refrains werden unnoetig und dabei ziemlich monoton in die Laenge gezogen. Ausserdem waere die Band waehrend des Abmischen im Studio besser beraten gewesen, wenn sie noch die eine oder andere Feinarbeit eingefuegt haetten, wie etwa eine Sologitarre a la SCREECHING WEASEL. Es klingt eher wie einmal eingespielt. Doch bei einem solchen Sound ist es fast schon Pflicht die Gitarren und den Gesang nicht einmal zu doppeln sondern mehrmals zu doppeln. Und das Schlagzeug ebenfalls viel wuchtiger abzumixen. Pop-Punk funktioniert nun mal so! Und dieser Sound hier schreit foermlich danach!!! Der Opener „Such A Stupid Girl“ kann diese Vorrausetzung noch gerade so erfuellen. Aber ansonsten fallen mir zu viele verbesserungswuerdige Kleinigkeiten auf, die den Sound ungemein haetten aufgepeppt. Das ist insgesamt gesehen echte Verschwendung. Warum bin ich eigentlich nicht Mischer geworden?

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FURYO - s/t  CD 

FURYO

s/t  CD

( Anagram Records / CherryRed.co.uk , Release Date: 23. Juli 2007 )

Ich haette ja lieber mal eine Zusammenstellung von U.K. DECAY, der Vorgaengerband von Furyo, besprochen, aber da halten die ehemaligen Mitglieder der Band schoen den Daumen drauf. Aber man soll die Hoffnung ja bekanntlich nie aufgeben und vielleicht wird ja doch noch mal mein Wunsch in Erfuellung gehen. Als sich U.K. DECAY 1982 aufloesten, war schnell Ersatz gefunden. Nur ein Jahr spaeter absolvierte fast die komplette ehemalige U.K. DECAY-Auswahl unter dem neuen Bandnamen Furyo ihren ersten Gig im Londoner „Marquee“. Stimmlich erinnerte Leadsaenger Abbo hier nun einmal mehr an Kirk Brandon. Auch der Sound entsprach einigen THEATRE OF HATE-Anleihen. Das Duester-Kapitel was sie mit U.K. DECAY noch in Verbindung mit Punk entfacht hatten, wurde hier konsequent fortgesetzt. Nur, das vom Punk wenig zu spueren war. Ich kann den diffusen Klaengen leider nichts Gutes abgewinnen. Auf dieser CD befinden sich zum ersten Mal das s/t Mini-12“-Album und die darauf folgende 7“inch EP „Furioso“, beide aus dem Jahr ´84. Nur ein Jahr spaeter war auch diese Band schon wieder Geschichte!

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JUDDER AND THE JACK RABBITS - „All In”  CD 

JUDDER AND THE JACK RABBITS

„All In”  CD

( Cherry Bomb Recordings / CherryRed.co.uk , Release Date: 20. August 2007 )

„Cherry Red” hat mit „Cherry Bomb Recordings” ein neues Label ins Leben gerufen, was sich ausschliesslich aktuellen aufstrebenden Psychobilly-Bands widmen wird. Als Einstieg wurden vier junge Bubis aus dem englischen Norwich verpflichtet, dessen einzelne Koerperpartien noch den einen oder anderen freien Raum fuer ganz viel bunte Taetowierfarbe hergibt. Mal schauen, wie die Kerlchen in drei vier Jahren aussehen. Bestimmt bis zur Halskrause zugeschossen. Mich persoenlich macht der Sound auf ihrer ersten full-length weniger an. Aber das kennen wir ja alles schon. Denn ich hatte ja irgendwann mal mich dazu durchgerungen, solche CDs, sei es aus dem Psychobilly- oder Rockabilly-Bereich nicht mehr durch den Fleischwolf zu drehen und so ganz nebenbei meinen persoenlichen Geschmack schoen hinten anzustellen. Es gibt wie immer bei solchen Bands nur die harten Fakten. Nuechtern und objektiv betrachtet! Der Saenger koennte sich mit seinem ewigen Geschrei auch gut in einer Screamo-Hardcore-Band machen. Das Ganze erinnert mich sogar ein wenig an die KINGS OF NUTHIN´, zu denen ich ja auch ein gespaltenes Verhaeltnis habe. Wundert das jemanden hier? Natuerlich nicht! Ausserdem sind aussergerichtliche Einfluesse von THE MISFITS bis hin zu TIGER ARMY gut zuhoeren, Psychobilly-maessig gesehen geht das etwa in die Richtung von DEMENTED ARE GO. Eine Band also, die genau in diese Zeit passt, wo man straffrei davonkommt, alle moeglichen Subkultur-Musikrichtungen bunt durcheinander zu wirbeln, und die sich bisher in der englischen Musikpresse schon fuer so ein „Verbrechen“ jede Menge an Lob einheimsen konnte.

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NEST HCM - „In Your Face”  MCD 

NEST HCM

„In Your Face”  MCD

( MySpace.com/NestHcm , Release Date: 31. Maerz 2007 )

2000 noch als reine Hardcore-Punk-Band im nordoestlichen Teil von Italien gegruendet ging man zunaechst durch zwei Bandnamensaenderungen, bevor man sich endlich auf Nest HCM einigte. Nun, was sich hinter dem Namen verbirgt kann ich leider nicht deuten. Nach den Angaben auf ihrer MySpace-Seite zu urteilen, haben sie nun dem Original Hardcore-Punk einiges an Metal- und Grunge-Melodien untergemengt. Und ehrlich gesagt, diese Elemente stoeren mich alten Punker gewaltig! Die vier Songs auf der juengsten Veroeffentlichung sind vom Grund her alles andere als schlecht und haetten ohne diese nervigen Stop- And Go-Passagen feine straighte Melodic-Numbers werden koennen.

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THE NOT AMUSED - „Flaunting Their Talents”  12”inch 

THE NOT AMUSED

„Flaunting Their Talents”  12”inch

( Queen Mum Records / MySpace.com/TheNotAmused , Release Date: Juli 2007 )

Viel versprechender Start in eine hoffentlich lang andauernde Band-Karriere! Gitarrist Kidnap wohnt schon laengere Zeit in Berlin und hat dort nun drei Musiker gefunden, die seinen musikalischen Geschmack teilen. Es geht in erster Linie um Power-Pop, der auf dieser layout-technisch gesehenen wunderbar gestalteten 6-Song-12“inch im traditionell britischen Stil gehuldigt wird. Die Songs haetten auch gut und gerne auf einer verstaubten Single aus den 70ern gepasst. Viele Wege fuehren nach Rom, aber diesen hier den die Not Amused (sehr gute Bandnamen-Auswahl uebrigens!) gewaehlt haben fuehrt definitiv zurueck ins Vereinte Koenigreich, als Power-Pop gerade zum Hoehenflug ansetzte. Zu den vier Originalen gesellen sich noch die Coverversionen „Drop The Bomb“ (24 HOURS) und „Love Or Lust“ (DIRTY GIRLS). Und nun Achtung! Das Vinyl ist auf 450 Kopien limitiert. Falls kein Plattenladen in der Naehe ist bestellt direkt bei der Band. Die wuerden sich freuen! Und zwar unter Kidnap@TheNotAmusedcom, fuer den Otto Normal-PowerPopPunker gibt es die 12“inch fuer schlappe 9,00 EUR, der Einzelhandel ist mit 5,00 EUR dabei. Also, worauf wartet ihr noch? Zuschlagen!!!!

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NUCLEAR SOCKETTS - „Overload”  CD 

NUCLEAR SOCKETTS

„Overload”  CD

( Overground Records / OvergroundRecords.co.uk , Release Date: 03. September 2007 )

Wie weit frage ich mich heutzutage kann man eigentlich noch sinken? Was war ich doch bloed damals, so vor ungefaehr 22 Jahren. Ich Idiot habe damals beide Original-Singles, ihre erste „Honour Before Glory“ und ihre zweite „Play Loud“ verkauft, um direkt das Geld in US-Hardcore zu investieren. Peng! Dafuer musste ich mich soeben selbst mit der flachen Hand ohrfeigen. Und wenn ich schon bei Selbstmisshandlung bin, gibt es fuer den Verkauf all meiner U.K. DECAY-Singles (ausser die „For My Country“) direkt noch mal einen kraeftigen Nachschlag aufs linke Auge. Das erinnert alles ein wenig an „Fight Club Light“, oder? So sitze ich nun mit einem halb geschwollenem Auge und einer aufgeplatzten Lippe vorm PC und wische erst einmal die Blutspritzer von der Tastatur weg. Und vernehme aus den Boxen, den Sound, den ich als HC-Punk begeistertes Dumb-Ass-Kiddie so fahrlaessig in die Obhut dritter Haende ueberlassen habe. „Shadow On The Map“, die Flipside ihrer Single „Play Loud“ war schon damals, 1981 als ich mir die Single kaufte ein vollkommen aussergewoehnlicher Song, der es auf knapp fuenf Minuten brachte. Ich hoerte diesen Song rauf- und runter, und irgendwann hatte ich mich anscheinend daran satt gehoert. Dann kam fuer damalige Verhaeltnisse die beinharte Wirklichkeit des US-Hardcore-Monster immer mehr zum Tragen und in einem unbedachten Moment landeten beide Singles auf einer meiner ersten Verkaufslisten. Nun bin ich froh, endlich diesen Song in seiner ganzen Pracht wieder zuhoeren. Und heute als Mitt-40er ist es unvorstellbar, solch eine Punkrock-Perle noch einmal aus der Hand zugeben. Denn von seiner Intensitaet erinnert mich „Shadow On The Map“ ganz stark an den Punkrock-Klassiker von V 2 „Man In A Box“, dessen Original-12“inch ich allerdings gluecklicherweise noch besitze. „Shadow On The Map“ ist ganz klar D-E-R Song auf dieser 20-Song-CD. Aber halt Stopp! Wer waren eigentlich Nuclear Socketts? Nun, einer diesen zahlreichen englischen Provinz-Bands, die sich im April 1979 in King´s Lynn (Norfolk) gegruendet hatte und nach zwei Singles, einer JOHN PEEL Session (produziert uebrigens von Ex-MOTT THE HOOPLE Dale Griffin), einigen Live-Gigs endgueltig Anfang ´83 wieder aufloeste. Neben den Single-Tracks gibt es hier einen 15-Song-Mitschnitt eines Live-Auftrittes, der im Maerz 1981 waehrend der JOHN PEEL Roadshow im Lowestift College in einwandfreier Qualitaet abgenommen wurde. Bei Songs wie etwa dem Opener „Rules And Regulations“ oder „Wrong Age“ wuenscht man sich, das sie waehrend ihrer kurzen Zeit als Band sich mehr Studioaufenthalte gegoennt haetten. Das Booket gibt einen exzellenten Einblick in die Band-Geschichte, mit allerhand exklusiven Anekdoten, verfasst von Steve Harnett. Oh, da klebt noch etwas Blut an der Tastatur. Peng! Und noch eins in die Fresse! Gute Nacht, Herr Real Shock….

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O LEVEL - „1977 – 1980”  CD 

O LEVEL

„1977 – 1980”  CD

( Artpop! / CherryRed.co.uk , Release Date: 18. Juni 2007 )

Eigentlich war ich der festen Ueberzeugung gewesen, dass ich nur eine Single, entweder die „Pseudo Punk“ oder die „We Love Malcolm“ besitze. Umso ueberraschter war ich dann, als ich direkt hinter meinen drei TV PERSONALITIES-Singles tatsaechlich beide 7“inches raus zog. Und dann daemmerte es mir so langsam. Von meinen zahlreichen London-Aufenthalten Anfang/Mitte der 80er hatte ich waehrend meiner ausgiebigen Shopping-Tours durch Second-Hand-Recordstores eine qualitativ absolut miserable Copy von „Pseudo Punk“ ergattert, dessen Zustand, Cover sowie Vinyl technisch gesehen nur noch von einem Profi-Record-Dealer mit einem fair bzw. poor bewertet werden konnte. Ich hatte mir damals noch das Cover etwas zu recht geschnitten, weil die Raender total zerfleddert waren. Aber zu dem Zeitpunkt dachte ich mir, besser solch eine Ausfuehrung, als gar keine. Und der Preis lag ungefaehr bei drei bis vier englische Pfund. Nur wenige Jahre spaeter war ich dann froh, das ich den Track „Pseudo Punk“ in einer weitaus besseren Version (obwohl die Songs natuerlich auch direkt von Vinyl abgenommen wurden) auf dem „Killed By Death“-aehnlichen LP-Sampler „Year Of The Rats“ wieder fand. Von woher ich allerdings die „We Love Malcolm“ habe, kann ich heute nicht mehr genau sagen. Wahrscheinlich hatte sie mir damals mein Ex-Kumpel Johny Anarcho (Namen von der Redaktion nicht geaendert!) fuer ungefaehr 15 – 20 DM verkauft gehabt. Das waere hier so meine kleine private Vinyljunkie-Geschichte rund um O Level! Deshalb war ich ja auch wie wild hinter dieser CD her! Endlich den Punkrock-Klassiker „Pseudo Punk“ in einwandfrei guter CD-Qualitaet zu hoeren! Und so ganz nebenbei habe ich hier noch eine Menge an neuen Background-Informationen erfahren koennen. Ich wusste bis dato nicht, das O Level und TV PERSONALITIES quasi ein und dieselbe Band ist. Mal abgesehen von den minimalen Umbesetzungen innerhalb dieser Bands. Und aus ihnen gingen dann ab 1979 die TEENAGE FILMSTARS hervor, wie es der kleine Stammbaum im Booklet verraet. Somit haben wir es hier mit einer staatlichen Anzahl von 27 Songs zu tun, die sich die beiden Bands, O Level und TEENAGE FILMSTARS bruederlich teilen. Okay, O Level gewinnen knapp mit 24 zu 23. So wie ich das ueberblicken kann ist das wohl der gesamte Output von beiden Bands. Die Tracks wurden von den Original-Tapes und Cassetten abgenommen und digital remastered. Die Songs der TEENAGE FILMSTARS klingen irgendwie sehr nach Weiterentwicklung, aber da ich eher ein Freund der ersten Singles der TV PERSONALITIES und O Level war und natuerlich noch bin kann ich so was ruhig mal in den Raum werfen. Abgerundet wird das Ganze mit einem hoechst interessant zu lesenden Booklet.

Und was sagte die ehrenwerte Punkrock-Elite von anno damals zu den Bands: „I don't really sing in the shower, but one song I'm currently singing a lot is We Love Malcolm. It was recorded by O Level in 1978, and the chorus goes (sings) 'We Love Malcolm, If no-one else does'.” (Malcolm Mclaren, Mojo, Oct 2001)

“The ultimate punk band? The Television Personalities. Second to the Ramones. They're slightly obscure, but they brought a severe sense of intelligence to it, just at a time when punk needed the piss taken out of it...” (Joe Strummer, Spin, Early 2000)

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PUNKWAX - „German Punk & Hardcore Vinyl Navigator (1977-1985)“ Book 

PUNKWAX

„German Punk & Hardcore Vinyl Navigator (1977-1985)“ Book

( MySpace.com/PunkWax , Release Date: Juli 2007 )

Auf deutsche Bands konnte ich ja nie so wirklich. Aber es ist trotzdem erstaunlich, dass ich in den 70ern und in den 80ern mir doch so einige Singles und Alben zugelegt habe. Denn in dem Buch erkenne ich viele Scheiben sofort wieder, die ich mal in meinem Besitz hatte. Dieses Buch ist schon ein Hammer!!! Was da an Arbeit drin steckt. Der schiere Wahnsinn!!! Da wurde wirklich bis in die hintersten Ecken gestoebert. Der Herausgeber legt zwar keinen Anspruch auf Vollstaendigkeit, aber er ist fuer meine Begriffe ganz nahe dran! Gut, Bands wie TEMPO und STRIPES oder die selbsternannte Mutter des Punk, NINA HAGEN mit ihren Veroeffentlichungen kann man als ziemlich grenzwertig noch so gerade durchgehen lassen. Allerdings haben die Bands auf den Seiten 39-44, 59 und 317 ueberhaupt nichts mit dem Buchtitel (geschweige denn mit Hardcore) zu tun gehabt. Und auch diverse Alben eines gewissen Bruehler Plattenlabel haette man ruhig unter dem Tisch fallen lassen koennen. Die Beschreibung einer Vinylscheibe beginnt meist mit einer kurzen Einleitung, oftmals auch mit Original-Zitaten aus dem damaligen wegweisenden US-Fanzine „Maximum Rock’n’Roll“. Noch so droege Infos werden durch den fluessigen und sehr unterhaltsamen Schreibstil zu richtigen kleinen 5-Minuten-Krimis!  Alle wichtigen Punk- und Hardcore-Bands sind hier zu finden. Aber natuerlich auch all die Bands, die es nur auf eine Single brachten. Exclusive Storys kommen noch von Juergen Engler (MALE), Elf (SLIME), D.W. (OHL), Danker (RAZORS), Wally (TOXOPLASMA und Gerold (NIKOTEENS). Trotzdem nur vier Sternchen fuer dieses 332-seitige Mammutwerk, da mir besagte Seiten (auch wenn die paar Seiten im Verhaeltnis zum Ganzen sehr gering sind) aus privaten Gruenden ziemlich schwer aufgestossen sind. Die haben hier echt nichts im Buch verloren!

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SHAMPOO - „We Are Shampoo”  CD 

SHAMPOO

„We Are Shampoo”  CD

( Cherry Red Records / CherryRed.co.uk / Release Date: 04. Juni 2007 )

Nachdem 1993 die ersten beiden MCDs mit den Titeln „Blisters And Bruises“ und „Bouffant Headbutt“ von den Sued-Londonerinnen und ehemaligen Schulfreundinnen Jacqui Blake und Carrie Askew mit noch maessigem Erfolg in der englischen Musikpresse beachtet wurde erschien 1994, um das Eisen am Gluehen zu halten, das Debuet-Album „We Are Shampoo“, was nun von „Cherry Red Records“ mit sechs Bonus-Tracks, u.a. mit dem brillanten Ohrwurm „School Is Boring“, neu aufgelegt wurde. Der Opener „Trouble“ war zugleich auch die erste Singleauskoppelung und brachte ihnen den ersten grossen Erfolg in England ein. Der Song schaffte es sofort in die Top Twenty. Es folgte ein „Top Of The Pops“-Auftritt und ein Cover fuer „Smash Hits“, die britische „Bravo“ sozusagen. Im Video zu „Trouble“ mimte kein Geringerer als Arturo Bassick von den LURKERS im frisch gewaschenen „God Save The Queen“-Shirt den „besorgten Vater“. Die beiden Girlies machten herzerfrischende rotzfreche Goeren-Musik, die sie mit einem „boesartigem“ Akzent zusaetzlich unterlegten. Als sie noch zur Schule gingen entwarfen sie in ihrer Freizeit das MANIC STREET PREACHERS-Fanzine „Last Exit“, was ihnen einen Auftritt in dem Video zu „Little Baby Nothing“ bescherte. Und nun, nur zwei Jahre spaeter wurden sie aehnlich euphorisch gefeiert. Ihren absoluten Hoehepunkt sollten sie allerdings noch erleben. Im November 1994 kam das Album auch in Japan raus. Mit den weiteren Singleauskoppelungen zu „Delicious“ und „Viva La Megababes“ erzielten sie dort Topplattenverkaeufe und uebertrafen dabei noch ganz nebenbei die BEATLES! Zurueck in England erklaerte die „Sunday Times“ die Shampoo-Girls auf Platz 23 zu den reichsten Frauen in Grossbritannien. Auf dieser CD mit ihren insgesamt achtzehn Bubblegum-PopPunk-Songs a la TUULI oder KENICKIE´s „Punka“ kann man sich ein optimales musikalisches Bild verschaffen und in pinkfarbenen Toenen ausmalen lassen.

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