* * * * * * Real Classic! , * * * * * Great Stuff! , * * * * Very Good! , * * * O.K. , * * Poor! , * Real Bullshit!

 

Hier nun das Update fuer Juni + Juli. Das Update fuer August erfolgt Anfang September 2010.  Wie immer, besprochen von Ralf Real Shock.

 

THE 4-SKINS - „The Return” CD
THE 4-SKINS
„The Return” CD
( Randale Records / New-Music-Distribution.de, Release Date: 14. Mai 2010 )

Gary Hodges, der wirklich aller allererste Saenger bei den 4-Skins hat die Band wohl schon seit etwas laengerer Zeit wieder auf die Beine gestellt, allerdings mit gaenzlich neuer musikalischen Backin’ Band. Nach einigen Gigs lief es anscheinend so gut, dass man sich auch in der Lage sah, so was wie ein „Comeback“-Album im Studio einzuspielen.
Das Ergebnis liegt mir nun vor und der erste Eindruck ist erschreckend fad. Schwerfaelliger, dahin aetzender Oi!, mit gelegentlichen ebenso aetzenden Hardrock-Anleihen. So richtig Alte Maenner-Schuetzenfest-Scheisse! Das haette ich so vom ollen 4-Skin Hodges nicht gerade erwartet. Der jugendliche Rotz – von seinen ersten Einspielungen, Anfang der 80er wie etwa ihrer Debuet-Single „One Law For Them“ – ist verschwunden, geblieben ist ein alter starrkoepfiger Mann, der die Texte eher knurrt, wie eine extrem schlecht aufgelegte Bulldogge. Was fuer ein geschmeidiger Absturz ins Nichts! Diese CD verkoerpert all das, was ich als Kiddie Anfang der 80er an Oi! so gehasst habe. „One Law For Them“ wurde hier uebrigens noch einmal neu aufgelegt, das Tempo stimmt, aber da scheint der Schlagzeuger doch so einige Probleme hinter seiner Kiste mit der Schnelligkeit zu haben. Ich hab den Eindruck der Gute kommt beim Refrain-Part immer eine Hundertstelsekunde zu kurz. Aber nicht nur deswegen gestaltet sich die Neuauflage als ein eher unglueckliches Unterfangen. Auch weitere ueberarbeitete Songs wie etwa „Brave New World“, „Sorry“, „Evil“ oder „Yesterdays Heroes“ werden von Hodges foermlich kaputt gewuetet. Die neuen Tracks hingegen sind bestenfalls Durchschnitts-Oi! Und schon wieder SLADE mit „Come On Feel The Noize“ zu covern, ist ebenfalls ein ausgelatschter Schuh. Ich fuehle mich gelangweilt! Da hilft nix. Das ging kraeftig nach hinten los.
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CENOBITES
„No Paradise For The Damned” CD
( Rebellion Records / New-Music-Distribution.de , Release Date: 28. Mai 2010 )

Ja, was haben wir denn hier? Das ist eigentlich so ein typischer MischMasch, auf den ich gar nicht kann. Hardcore, Metal, Psychobilly und Glam vermischt sich zu einem farblosen Brei, der wunderbar in die heutige Zeit passt, aber eben nix fuer mich alten pUnKrOcKeR ist. Ich finde die Stimme zum Reinschlagen, die Gitarre zum Kotzen, kurzum die Band aus Rotterdam macht (bei mir zumindest) alles falsch. Schade, da hatte ich im Vorfeld doch eine etwas andere Vorstellung gehabt. Wie konnte ich nur so daneben liegen?
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CYANIDE PILLS - s/t CD
CYANIDE PILLS
s/t CD
( Damaged Goods Records / DamagedGoods.co.uk , Release Date: 05. Juli 2010 )

Das Booklet moechte man demjenigen sofort um die Ohren hauen, der es verbrochen hat. Die abgedruckten Texte der insgesamt 19 Tracks kann man wegen der verunglueckten Layout-Gestaltung nur zur Haelfte entziffern. Na, schoenen Dank auch!
Nun, bei der Musik der jungen Punkers aus Leeds ist das dann gluecklicherweise nicht so. Da hab ich ab dem ersten Song sofort den Durchblick. pUnK rOcK, der zunaechst mein Interesse weckt, Spiel 77, you know. Mich aber fuer eine laengere Zeit nicht bei Laune halten kann. Eigentlich schade, denn die Vorrausetzungen sind da. Aber, ich vermisse das Spezielle, eben das Eigene, was eine Band unverwechselbar macht. Das klingt mir ueber weite Strecken dann doch zu sehr nachgespielt. An erster Stelle wuerde ich da die BRIEFS setzen, an zweiter Stelle auf jeden Fall die TOY DOLLS. Und ein wenig ausgelutschter Surf-Sound darf es dann auch noch sein. Bringen wir es also auf den Punkt: Lustiger netter Kindergitarren-pUnK. Ringelpiez mit Anfassen.
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LONG TALL SHORTY - „Kick Out The Shams” CD
LONG TALL SHORTY
„Kick Out The Shams” CD
( Time For Action Records / TimeForAction.de , Release Date: 30. Juni 2010 )

Kaum sind nach dem „Giffer“-Album neun Monate ins Land gezogen, da ist auch schon ein blitzblankes neues Album mit 15 weiteren aktuellen Tracks plus der Cover-Version von ANGELIC UPSTARTS „Police Oppression“ am Start. Hat BandLeader Tony Perfect Feedback whatever Tony zuviel Freizeit, oder was? Nun, wir wissen es nicht. Auf jeden Fall dreht er auf seine alten Tage noch einmal maechtig auf und gibt alles. Scheint mir so.
Diesmal ist man ins Londoner „Perry Vale Studios“ von Ex-VIBRATORS/BOYFRIENDS Pat Collier gezogen, was in letzter Zeit zu einer ziemlich beliebten Adresse geworden ist, da hier in juengster Vergangenheit auch Bands wie COCK SPARRER, GUITAR GANGSTERS oder THE DUEL ihre full-length’s aufnahmen. Im Gegensatz zu „Giffer“ klingt das neue Album gluecklicherweise gradliniger strukturiert, es klingt mehr nach 77 pUnK rOcK mit einer feinen Mod bzw. Power Pop-Note untermalt. Leider werden die Songs dabei nie wirklich von der Leine gelassen, die Band spielt gut, keine Frage, aber eben mit leicht angezogener Handbremse. Kann es daran liegen, dass die Band in die Jahre gekommen ist und ihre musikalischen Ideen nicht mehr so frisch klingen, sondern eher zu sehr gleichgerichtet? Mich persoenlich packt deshalb wahrscheinlich „Kick Out The Shams” leider nie so ganz. Schade….
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THE NOT AMUSED - „Totally Destroyed” 7inch 3-song-e.p.
THE NOT AMUSED
„Totally Destroyed” 7inch 3-song-e.p.
( Queen Mum Records / TheNotAmused.com , Release Date: Mai 2010 )

Ein neues Vinyl-Lebenszeichen der Berliner Mod-pUnKeRs. Drei Songs, die mal wieder sehr urspruenglich klingen. Also, setzen wir uns einfach mal so aus Spass in die Zeitmaschine und stellen die Uhr auf das Jahr 1980 ein. Angekommen, irgendwo in England und die Not Amused haben gerade in Eigenregie eine Vinyl-Auflage von 200 Copys ihrer 7inch auf „Queen Mum Records“ rausgehauen. JOHN PEEL bekommt selbstverstaendlich auch eine Single zugeschickt. Der Meister des guten Geschmacks scheint ziemlich angetan zu sein und spielt den Titelsong in einer seiner Shows zwischen THE FALL und irgendeiner weiteren voellig unbekannten ReggaeDub-Band. Passt! Der damals Siebzehnjaehriger Verfasser dieser Besprechung sitzt vor seinem schmucken „Universum“-Kassettenrekorder von „Quelle“, drueckt vorzeitig und gleichzeitig die beiden Tasten „Play“ + „Rekord“, damit seine BASF-60-Chrom-Kassette auch ja alles aufzeichnet. Spinnen wir den Faden ein wenig weiter. Wir setzen uns wieder in die Zeitmaschine. Sprung ins Jahr 2008! „Killed By Death“ setzt die komplette Single der Band als MP3-FreeDownload auf ihre Web-Seite und schwaermt in den hoechsten Toenen, besonders aber von dem MEMBERS-Cover „Police Car“ auf der B-Seite, geschrieben Anfang 1977 von Gitarrist und Saenger LARRY WALLIS, und als seine zweite Single mit der HOT RODS-Rhythmussektion Paul Gray (Bass) + Steve Nicol (Drums) fuer das „Stiff Label“ eingespielt wurde. So weit, so gut! Und gut, das eine Band wie The Not Amused es auch heute immer noch mit dem pUnK rOcK so ziemlich genau nimmt.
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PARANOID VISIONS - „Black Operations In The Red Mist” DoCD
>>> RECORD OF THE MONTH <<<
PARANOID VISIONS
„Black Operations In The Red Mist” DoCD
( Overground Records / OvergroundRecords.co.uk , Release Date: 16. August 2010 )

Paranoid Visions, Paranoid Visions….., da war doch mal was in grauer Vorzeit. Ich meine mich erinnern zu koennen, dass ich in den 80er mir mal eine Single von ihnen zugelegt habe. Kann mich aber auch schwer taeuschen, ist schon etwas zulange her. Zumal, ich die 7inch auch nicht mehr besitze. Nach dem ich mir das scheussliche Cover ein wenig angeschaute hatte und das Info beilaeufig ueberflog, habe ich mich mit kaum einer Erwartung an die 39-Track-DoCD rangewagt. Track Eins, „Strobelight And Torture“ leitete die erste Disc ueberraschend gut ein. Da war ich jetzt nun gar nicht drauf gefasst. Aggressiver pUnK rOcK, angelehnt an die 70er, mit Melodie im Mid-Tempo Sound. Der Refrain nistete sich direkt beim ersten Mal unter meine leicht laedierte Schaedeldecke fest ein. Meine Neugier war geweckt und so beschaeftigte ich mich den halben Nachmittag mit den beiden CDs und studierte zudem emsig das 20-seitige sehr informative Booklet. Nach diesem Tag stand fest, dass ich diese Band bisher voellig verkannt hatte. Hier hatten sich einige echte pUnKrOcK-Perlen schoen stiekum gehalten, man musste nur genau hinhoeren, um sie zu entdecken. Die 1981 als Anarcho-Punkband gestarteten Dubliner haben wahrscheinlich durch die staendig neuen Line-Ups – nur Saenger Deko Dachau + P.A. System an der Gitarre sind seit Beginn an noch dabei – immer wieder an einen kreativen Austausch fuer die Musik gewerkelt. Denn nur so, ist die hohe musikalische Dichte an Abwechselung in ihren Liedern zu erklaeren. Da ist fuer (fast) jeden Punker was dabei. Die Schwerpunkte liegen beim Hardcore, 77er pUnKrOcK, Pop-pUnK und Post-pUnK. Bei 39 Songs, zusammen getragen aus den Jahren 1989 bis 2010 gehoert natuerlich ein gesundes Mittelmass dazu, das will ich auch gar nicht abstreiten. Aber es ist schon erstaunlich, das mich diese Band fuer einen gewissen Zeitraum so sehr gefangen hatte, dass ich mir sofort ihre Single von 2009, „I Am The One“ von ihrem Web-Shop auf den Rechner geladen habe. Und es ist umso erfreulicher dass ich endlich mal wieder einige neue Lieder gefunden habe, die eine gewisse Nachhaltigkeit besitzen. Die Songs die mir auf den beiden CDs am besten gefallen haben sind: „Strobelight And Torture“, „Asleep At The Wheel“, „Second Hand Daylight“ (Live), „Strange Girl“, „I Will Wallow“,„Sex Kills”, „Politician”, „War Is Over”, „Newtownism”, „Adventure Playground”, „Against The Wall” und „Fences”. Gerade bei diesen Songs blitzen fuer meine Begriffe Fragmente von Bands wie KILLING JOKE, SIOUXSIE AND THE BANSHEES, JOY DIVISION, PETER & THE TEST TUBE BABIES, THE CLASH, THE BUZZCOCKS, GLUEAMS, THE UNDERTONES, THE MOB, THE SECT und MOTHER’S RUIN auf, ohne, und jetzt kommt es, ohne das man den Eindruck bekommt, hier wird plump kopiert und kein Eigenleben in der Musik gefuehrt. Nein, gerade das macht den feinen Unterschied im Gegensatz zu den gegenwaertigen Clone-Bands aus. Sie haben von Grund auf ihren eigenen Stil entwickelt und aeusserliche Einfluesse ganz behutsam mit einfliessen lassen. Die Songs klingen echt, ehrlich und voellig unverbraucht. Da steckt eben richtig Pfeffer hinter. Und deswegen ganz zu Recht, die Platte des Monates.
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POLKAHOLIX
„Polkaface” CD digi-pak
( Monopol Records / Gordeon Promotion , Release Date: 06. August 2010 )

Mir fehlen die Worte fuer solch einen belanglosen Scheiss! Deshalb ein Auszug aus dem Info der Plattenfirma: „Mit roehrenden Gitarren, punkendem Schlagzeug, peitschenden Blaeserriffs, slappendem Kontrabass und pumpendem Akkordeon blasen sie der guten alten Tante Polka derart unter den Rock, dass sie nach kurzem Schock sogleich in tanzende Euphorie geraet.“ Schnitt! Schon mal aehnlichen Schwachsinn gelesen? Peinlich, peinlich….., Gimme gimme shock treatment!
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RUBELLA BALLET - „Never Mind The Day-Glo” CD
RUBELLA BALLET
„Never Mind The Day-Glo” CD
( Overground Records / OvergroundRecords.co.uk , Release Date: 02. August 2010 )

Mit dieser Band tue ich mich seit Ewigkeiten schwer. Ich find deren Ausstrahlung nicht sonderlich sympathisch. Da traf es sich ganz gut, das ich ihrer Musik auch nicht sonderlich viel abgewinnen konnte. Aber mit dieser Veroeffentlichung stecke ich dann ein wenig in der Zwickmuehle. Eigentlich hatte ich ja angenommen, dass sie seit den ersten Tagen eben immer noch auf ihrem unbeholfenen Anarcho-Punk rum reiten wuerden. Aber das war wirklich nur in den ersten Tagen so. Mit dem Album „If“ aus dem Jahre 1985 wendete sich ploetzlich das Blatt. Saengerin Zillah Minx kreischte nicht mehr zu den monotonen Toenen, sondern sie versuchte zu singen, und das klappte auf Anhieb sehr gut. Auch die Musik wurde anspruchsvoller, man konnte die Strophe vom Refrain unterscheiden und es blieb auch noch Zeit fuer andere nette musikalische Ideen, die wunderbar im Gesamtbild harmonierten. Das Ganze spitzte sich auf eine Art Post-Punk zu, der zum Teil angenehm poppig klang, aber auch den Gothic-Teil nicht vernachlaessigte. Nun fielen einen ploetzlich andere Namen wie SEX GANG CHILDREN, UK DECAY, SIOUXSIE & THE BANSHEES, GIRLS AT OUR BEST, BLOOD & ROSES oder THE MOB ein, wenn man den „neuen Sound“ zuhoerte. Doch leider hat es bei mir nicht wirklich „Klick“ gemacht. Rubella Ballet umgibt eine Aura, mit der ich nicht viel anfangen kann.
Auf der CD sind 20 re-masterte Versionen vertreten, u.a. ihre Singles „42f“ und „Arctic Flowers“, sowie Lieder von den Alben „If“ und ihrem letzten Studio-Album „At The End Of The Rainbow“ von 1990. Aufgepeppt ist das Ganze mit einen 12-seitigen knallig bunten Booklet, entworfen von den Zentralfiguren der Band, Saengerin Zillah Minx und Schlagzeuger Sidation.
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SHOEMAKERS + IRRITONES - Saegezahn Split 10inch
THE SHOEMAKERS / IRRITONES
Saegezahn Split 10inch
( Wanda Records / WandaRecords.de , Release Date: 19. Mai 2010 )

Das muss ja ein kleines Vermoegen gekostet haben, die auf 330 Vinyl-Scheiben limitierte Auflage im 10inch Saegezahn-Format, eingemummt von einem mehrfarbigen Siebdruck-Cover in fuenf verschiedenen Farben herstellen zulassen. Auf jeden Fall macht das schon mal, allein von der Optik maechtig was her! Die Shoemakers haben neue Freunde im Ausland gemacht und sie gleich auch mal vorstellen wollen. IRRITONES kommen aus Marseille, spielten frueher mal bei THE HATEPINKS + THE AGGRAVATION mit, und haben neben dem eigenen Song „Your Name Is Accident“ auch eine Cover-Version von ABWAERTS „Computerstaat“ im Gepaeck. Da ich von ABWAERTS noch nie viel gehalten habe, kann ich jetzt nicht beurteilen, ob das Cover nun gelungen ist oder nicht, obwohl es ja D-E-R ABWAERTS-Song schlechthin ist. „Your Name Is Accident“ geht schon eher bei mir rein. Die SHOEMAKERS haben auch ein Cover dabei, „King Of Nothing“ von GASOLHEADS. Hhhmm, das sagt mir zwar auch nichts, gefaellt aber sofort. Genauso wie ihr Song „Just For Me“. Beide Bands im direkten Vergleich ziemlich ebenbuertig. Da macht die eine Truppe der anderen nicht viel vor. Im Fussball sieht es da ja z.Z. bekanntlich etwas anders aus, aber lassen wir das. Der janz grosse Wurf ist es nicht, ist ja auch schwer in der heutige Zeit mich noch so richtig wegzufegen, aber trotzdem, gute Arbeit an der „KilledByDeath“-Front.
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V.A.: „AVON CALLING 2“ CD
V.A.: „AVON CALLING 2“
CD
( Bristol Archive Records / BristolArchiveRecords.com , Release Date: 23. August 2010 )

Die ueber 45jaehrigen erinnern sich sicherlich nur zu gerne noch mit nostalgischer Wertschaetzung an den ersten Sampler, der 1979 das erste Mal, das Licht der Musikwelt erblickte, und im Jahr 2005 von „Cherry Red Records“ in bekannter aufopferungsvoller Hingabe als Doppel-CD wieder-veroeffentlicht wurde. Nun, Mike Darby und sein Team von „Bristol Archive Records“ haben nun einen zweiten Teil auf die Piste geschickt, gaenzlich mit unbekannten qualitativ voellig einwandfreien Studio-Aufnahmen bestueckt. Satte 20 Lieder sind es geworden von den „ueblichen Verdaechtigen“ der damals so vitalen Szene in Bristol. Dabei u.a. SOCIAL SECURITY, EUROPEANS, APARTMENT, PRIVATE DICKS, X-CERTS, JOE PUBLIC, STEREO MODELS und meine fave band 48 HOURS darf da auch nicht fehlen. 48 HOURS haetten es mit ihrem Sound noch weit bringen koennen. Aber so wie ich es im Moment ueberschauen kann, haben sie in ihrer Zeit nur wenige Songs im Studio aufgenommen. „Train To Brighton“ gehoert auf jeden Fall zu einer der CD-Highlights. Aber es gibt natuerlich auch noch weitere Perlen zu entdecken, wie etwa die PRIVATE DICKS mit „You Got It“, SEAN RYAN mit „Suicide Man“ oder JOE PUBLIC mit „Letters In My Desk“. JOHN PEEL haette bei dieser Fuelle an erstklassigem Material sicherlich seine helle Freude gehabt.
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WALTER ELF - „Maenner in Rot” MCD
WALTER ELF
„Maenner in Rot” MCD
( Rookie Records / RookieRecords.de , Release Date: 30. Juli 2010 )

Erschreckend kraftloser Pop, wie aus der Konserve, die Walter Elf mimt zum eigenen Playback! Da passt es natuerlich, dass man von zwei Songs eine Radio-Bearbeitung einspielte. Also, das mit dem Punk, das hatte ich aber mal irgendwie voellig anders in Erinnerung. Hat die Walter Elf so was unbedingt noetig? In die Jahre gekommene Punker wollen unbedingt dass mal ihr Song im Stadion gespielt wird. Naja, wenn man sonst keine Wuensche mehr hat, von mir aus. Fussball und Punk. Getrennt okay, aber zusammen, das geht nur beim FC St. Pauli, find ich. Und ewig und drei Tage auf den Sieg von Lautern 1991 gegen Barcelona rum zureiten, ist genauso arm, wie die Englaender auf ihr 5 zu 1 gegen Deutschland. Einziger wirklicher Lichtblick, und das hat ueberhaupt nichts mit der schwammigen Musikleistung zutun, ist, dass 50% einer jeden verkauften CD direkt zum Foerderverein „Mama/Papa hat Krebs“ gehen.
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