* * * * * Hit! , * * * * knapp vorbei , * * * OKay , * * Glueck gehabt , * Shit!

So, hier nun das Update fuer Maerz. Das Update fuer April erfolgt am Donnerstag, 03. Mai 2007. Alle Reviews, wie immer, besprochen von Ralf Real Shock.

 

THE BATFINKS
„Wazzed ‘N‘ Blasted” CD
( Anagram Records / CherryRed.co.uk , Release Date: 19. Februar 2007 )

Ein weiterer vergessener Psychobilly-Edelstein von „Link Records“ aus dem Jahre 1989. „Anagram Records“ hat es sich ja schon seit laengerer Zeit zur Aufgabe gemacht, die laengst vergriffenen Vinyl-Ausgaben dieses Labels als CD neu aufzubereiten. Im Booklet erfaehrt man allerdings dann von Alan Wilson (THE SHARKS), das ueber die Band selbst sehr wenig bekannt ist. Nur ein Festival-Flyer – wo sie u.a. mit den FRANTIC FLINTSTONES, TERMITES und SUGARPUFF DEMONS auftraten – und eine knappe LP-Review aus irgendeinem kleinen Fanzine – wo sie mit DEMENTED ARE GO ansatzweise verglichen werden – bezeugen ihre damalige Existenz. Neben den regulaeren neu gemasterten vierzehn LP-Tracks sind noch zwei Live-Songs als Bonus, ebenfalls von 1989 zu hoeren.
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EDDIE AND THE HOT RODS - „Teenage Depression” CD digi-pak
EDDIE AND THE HOT RODS
„Teenage Depression” CD digi-pak
( Captain Records / CaptainOi.com , Release Date: 19. Februar 2007 )

Bevor die SEX PISTOLS und die RAMONES so richtig Fuss in England fassen konnten hatten die Hot Rods schon laengst einige Singles veroeffentlicht, bis dann im November 1976 ihre erste LP raus kam. Ich muss gestehen, dass ich zu der Zeit genau von diesen drei Bands auf den Punk Rock Train To Nowhere mitgenommen wurde. Im Jahr 2000 erschien das Album zum ersten Mal als normale CD beim „Captian Oi!“. Nun hat das Label nachgelegt und praesentiert eine schicke Ausfuehrung im digi-pak. Wie auch schon bei der normalen CD-Veroeffentlichung erscheint auch dieser Silberling im Original-Design, inkl. Abbildungen der raren Single-Covers und mit einigen wichtigen Liner-Notes von Shane Baldwin (Ex-VICE SQUAD) versehen. Die Hot Rods hatten mit der nachfolgenden Punk-Szene in England herzlich wenig mit am Hut gehabt, die Presse wollte sie da zwar auch irgendwie unter dem Begriff Punk laufen lassen, doch die Hot Rods hatten schon sehr frueh ihre musikalischen Vorbildfunktionen sorgfaeltig gewaehlt, was natuerlich auf ihre Musik deutlich abfaerbte. Es waren die WHO und die STONES und nicht die NEW YORK DOLLS oder die STOOGES gewesen, von denen sie auch die bekannten Songs wie „The Kids Are Alright“ oder „Satisfaction“ coverten. Die CD belaeuft sich auf 23 Songs, natuerlich ist wieder ein fetter Bonus-Track-Anteil dabei, bestehend aus ihren ersten Singles „Writing On The Wall“, „Wooly Bully“, der „Live At The Marquee“-EP und der „At The Speed Of Sound“-EP.
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GROELBUEDELS - „Windige Zeiten“ CD
GROELBUEDELS
„Windige Zeiten“ CD
( Groelbuedels / myspace.com/groelbuedels , Release Date: 2006 )

Bei den Groelbuedels aus Hamburg spielt u.a. der „Mind The Gap“-Herausgeber Christian Boettjer an der Gitarre mit. Hhhhm, wie wind ich mich denn da jetzt raus? Pah, gar nich! Aber ich will auch ueber Fanzine-Kollegen nicht zu uebel vom Leder ziehen, denn die Musik, die es auf der im Eigenvertrieb veroeffentlichten CD zu hoeren gibt, ist ungluecklicherweise ganz weit weg von meinem Punkrock-Nervenzentrum. Platt gesagt, ist dass Durchschnitts-Deutsch-Punk mit deutschen Texten, die Persoenliches und Politisches gleichermassen verarbeiten. Musikalisch ist das alles andere als wirklich schlecht. Spielen kann die Band, keine Frage! Hier mal eine kurze SKA-Einlage, da aber auch mal ein wenig Pop-Punk an der Gitarre a la SCREECHING WEASEL, aber mit der ziemlich Oi!-lastigen Stimme kommt der Real Shock gar nicht drauf klar. Eben nicht mein Stil. Aber gottseidank haben wir mit den Jahren ja brav gelernt, dass die Musik nicht automatisch Aufschluss ueber die Person gibt, die dahinter steht. Soll bedeuten, Mike Ness ist zwar ein echt bloeder Poser, macht aber zum Teil immer noch grandiose Songs, und ein Christian Boettjer ist eben ein netter angenehmer Zeitgenosse, der mit seiner Musik mich leider nicht begeistern kann. Falls ich in diesem Leben evtl. noch einmal Hamburg sehen moechte, hoffe ich, dass ich jetzt genug dafuer getan habe, nicht direkt am Ortseingang von den Groelbuedels abgefangen zu werden und aufs Maul zu kriegen. Die CD gibt es uebrigens fuer 5 EUR plus 1,60 Porto bei: Christian Boettjer, Chapeaurougeweg 6, 20535 Hamburg.
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THE GUN CLUB - „Fire Of Love“ DVD
THE GUN CLUB
„Fire Of Love“ DVD
( Cherry Red Films / CherryRed.co.uk , Release Date: 26. Maerz 2007 )

„Fire Of Love“ ist nun schon die zweite DVD, nach der „Live at the Hacienda 1983/84“, die bei „Cherry Red“ erscheint. Auf dieser DVD hier sind wieder zwei Live-Mitschnitte zu sehen, wobei der weitaus interessantere, von einem TV-Live-Auftritt aus Madrid im Jahr ´85 erzaehlt. Das Bild ist weitgehend in Ordnung, eben der typische 80er-Video-Standard. Zwischen den Songs haben die Macher auch ein Interview eingebaut, wo Jeffrey Lee Pierce natuerlich wieder den Ton angibt. Verstehen tut man allerdings fast nichts. Ihr einziger wirklicher Hit, und da wiederhole ich mich gerne, bleibt „Sex Beat“. Sonst konnte mich die Band zu Lebzeiten mit ihrem selbsternannten Post-Punk, der mehr was von einer klassischen Rockband mit Blues und Voodoo-Einfluessen hatte, ganz und gar nicht ueberzeugen.
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JESSE MALIN - „Glitter In The Gutter“ CD
JESSE MALIN
„Glitter In The Gutter“ CD
( One Little Indian Records / Ueberzahl Promotion , Release Date: 01. Maerz 2007 )

Da ist es! Endlich!!! Das bereits dritte Solo-Album! Mit enormer Spannung in der Ein-Mann-3RD-Redaktion herbeigesehnt, erfuellt es wieder einmal spielend alle Erwartungen. Das Album klingt einfach grossartig! Punkt! Billie Joe Armstrong weiss eben auch was wirklich gut ist, denn sonst haette er Jesse sicherlich nicht exklusiv mit dieser 13-Song-CD fuer sein Label „Adeline Records“ in den Staaten unter Vertrag genommen. Billie und Jesse kennen sich aus der Zeit, als D-GENERATION den support fuer GREEN DAY, u.a. auch in Deutschland machte. Das ist nun beinahe neun Jahre her und seitdem halten die beiden Kontakt. Allgemein gesehen ist „Glitter In The Gutter“ zunaechst ungewoehnlich poppig und straighter, als noch der Vorgaenger „The Heat“. Auch bei den ruhigen Songs ist dies der Fall. Ins Boot holte sich Jesse diesmal aeusserst prominenten Beistand. So liefert er sich bei der Ballade „Broken Radio“ ein unter die Haut gehendes Piano/Gesangs-Duett mit keinem geringeren als BRUCE SPRINGSTEEN. Nun, ich glaube, wenn JOE STRUMMER noch unter uns weilen wuerde, waere er sicherlich Jesse´s erste Wahl gewesen. Denn stimmlich haette das auf jeden Fall auch sehr gut hingehauen. Des Weiteren hatte Jesse sich noch Josh Homme (QUEENS OF THE STONE AGE), Chris Shifflet (the FOO FIGHTERS) und Bob Dylan Junior, Jakob (the WALLFLOWERS) ins Studio geladen, um ihn bei den Songs „Tomorrow Tonight“, „Prisoners Of Paradise“ und „Black Haired Girl“ an der Gitarre zu unterstuetzen. Aber eigentlich waere Jesse gar nicht auf solch bekannte Gesichter der Rock-Szene angewiesen gewesen, denn, das er es auch allein kann beweisen die restlichen Songs wie etwa der grandiose Opener „Don´t Let Them Take You Down (Beautiful Day!)“ oder das darauf folgende „In The Modern World“. Aber auch „Love Streams“ und „Since You´re In Love“ haben sich in neuen Versionen eingeschlichen. Zum Schluss der CD wird es dann wieder etwas ruhiger mit „NY Nights“ und „Aftermath“. Jesse Malin ist weiter auf dem richtigen Weg! Sein Songwriting hat eben das gewisse Etwas! Und hoffentlich wird er bald mal etwas mehr Bestaetigung fuer sein facettenreiches musikalisches Schaffen bekommen.
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LOWER CLASS BRATS - „Loud And Out Of Tune” CD/DVD
LOWER CLASS BRATS
„Loud And Out Of Tune” CD/DVD
( TKO Records / TKORecords.com , Release Date: 20. Maerz 2007 )

Wer meint, dass das ewige Touren zu Gewichtsverlust der eigenen Person fuehrt, sollte sich mal den Gitarristen der Band auf der beiliegenden DVD etwas genauer anschauen. Beim Konzertmitschnitt in Seattle im Mai 2005 noch duenn wie ein Hering ist er auf dem Trailer zu der demnaechst wohl auch bald erscheinenden Video-Documentary „This Is Real“ im doppelten Umfang zu sehen. So was faellt mir schon sofort auf, da auch ich dank Schokolade + Weingummis staendig mit meinem Gewicht zu kaempfen habe. Der spindelduerre Saenger lockert die Stimmung waehrend der Show durch seine ueberhaupt nicht verbissene Art ungemein auf. Wo gibt es denn so was, dass ein Frontmann von einer Streetpunk-Band so viel lacht? Da ist das Eis zwischen Band und Publikum schnell gebrochen. Zum Schluss haben die Ordner noch alle Haende voll zu tun, um die jungen wilden Punkas beim Song „Ultra-Violence“ wieder von der Buehne zu kicken. Gut eingespielt praesentiert sich der Vierer aus Texas auf ihrer ersten offiziellen Live-CD. Ein Pluspunkt gibt es auch fuer die Auswahl der Coverversion „Sex And Violence“. Eigentlich denkt man dabei natuerlich erst an the EXPLOITED, aber dass die Jungs MAD PARADE covern haette ich vorher absolut nicht vermutet. Nochmal kurz auf den Gitarristen zurueck zukommen. Er ist mehr so ein Glam-Rock-Typ, traegt wahlweise ein HANOI ROCKS- oder ein THIN LIZZY-Shirt, auf seiner Box ist das MOTORHEAD-Logo zu sehen und optisch kommt er wie ein Ricky Rat (thee TRASH BRATS) / Kerry Martinez (US BOMBS) Verschnitt rueber. Ob ihm der Sound von Lower Class Brats auch wirklich hundertprozentig zusagt, bleibt mal da hin gestellt. Denn der lebt halt mehr von den britischen ´82er-Einfluessen, gekoppelt mit aktuellen US-Bands aus dem Oi!- und Punk-Bereich. Mir sind einige Songs dann doch zu gewoehnlich, da bauen sich fuer mich keine wirklichen Ueberraschungsmomente auf. Aber mit welcher Authentizitaet sie ihre Songs vortragen, das kann einen schon beeindrucken.
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MAN OR ASTRO-MAN? - „Time Bomb!“ DVD
MAN OR ASTRO-MAN?
„Time Bomb!“ DVD
( Cherry Red Films / CherryRed.co.uk , Release Date: 26. Februar 2007 )

Diese Combo ist in den 90ern wie so viele eigentlich auch spurlos an mir vorueber gezogen. Wenn ich mir diesen Live-Mitschnitt aus dem Jahre ´94 in Edinburgh´s „Castle Rock“ so anschaue, weiss ich warum. Vier junge Typen machen auf der Buehne den „Affen instrumental“ zu trashigen 60ties Surf-Klaengen. Dabei sehen die vier Burschen aus dem verschlafenen kleinen College-Nest Auburn im Bundesstaat Alabama rein optisch voellig unspektakulaer aus. Wie eben vier brave Studenten, die an der Uni in ihrer Heimatstadt Geschichte, Medizin oder Jura studieren. Und vielleicht heute Doktoren und Richter sind, und sich an ihre ach so wilde Zeit in den 90ern ungern erinnern. Wie gesagt, das ist so mein erster Eindruck bei der Betrachtung dieser DVD. Alles reine Spekulation! Wie jaemmerlich der Gesang dann aber klingt, zeigt das REZILLOS-Cover „Destination Venus“ was zur spaeter Stunde am Schluss vom Set gespielt wird. Grauenhaft! Aber wollen wir mal nicht so sein und der Band noch drei Sternchen geben.
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NAKED - „One Step Backward” CD
NAKED
„One Step Backward” CD
( Overground Records / OvergroundRecords.co.uk , Release Date: 26. Maerz 2007 )

John Esplen hat gut daran getan, diese komplett remasterte 23-Song-CD auf seinem Label unterzubringen. Eher recht untypisch fuer den damaligen Anarcho-Sound Anfang/Mitte der 80er ging das Quartett musikalisch zu Werke. Vielleicht ist es damit zu erklaeren, das sie von der ersten Punkrock-Welle inspiriert wurden, denn bereits Anfang ´79 gruendeten sich Naked in Sheerness, Kent. Nach nur wenigen Monaten des Probens hatten sie ihren ersten Gig merkwuerdigerweise in Holland, der durch einen Freund, der an der Olau Line Channel Ferry arbeitete, zustande kam. Bis zu ihrer Bandaufloesung 1987 spielten sie noch oefters in Holland, aber natuerlich auch in ihrer Heimat England. Mitte ´79 nahmen sie ihr erstes 5-Song-Demo auf, was eigentlich kaum Beachtung fand. Zwei Jahre spaeter versuchten sie eine etwas professionellere Linie „rein zubekommen“ und nahmen weitere 10 Songs auf, die sie als „Mail-Order Cassette“ unter dem sinnigen Titel „1981“ anboten. CRASS bekamen von dem Demo Wind und fragten an, ob sie den Song „Mid-1930s Pre-War Germany“ fuer ihren zweiten „Bullshit Detector“-Sampler verwenden durften. So nahmen die Dinge ihren Lauf und Naked „rutschten“ auf diesem Weg unmittelbar in die Niederungen des Anarcho-Punk ab. Beeinflusst und vielleicht auch befluegelt davon, dass gerade DIE Band im Anarcho-Bereich sich fuer sie speziell interessierte, wurden Naked in ihren Texten zunehmend politischer. Aber ihren ´77er beeinflussten Melodic-Sound behielten sie gluecklicherweise bis zu ihren letzten Demo-Aufnahmen im Jahr ´84 bei. Zum Schluss meint man auch leichte Gothic-Einfluesse zu vernehmen. Haette es damals diese Verbindung zu CRASS und spaeter auch zu den SUBHUMANS und „Bluurg Records“ nicht gegeben, dann waere niemand wirklich auf den Gedanken gekommen, dass es sich hierbei um eine Gruppe aus dem Anarcho-Punk-Umfeld handelte. Auf der CD sind saemtliche Demo-Aufnahmen in einer absolut einwandfreien Studioqualitaet plus ihre Recordings fuer das „Bluurg Label“, wo sie 1983 ihre erste und auch einzige Single „One Step Foward“ veroeffentlichten, zu hoeren. Das Booklet bietet zudem eine ausfuehrliche Bandstory – verfasst von der Band selbst – die mit einigen Fotos „aufgelockert“ wird.
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PERFECT DAZE - „Five Year Scratch” CD
PERFECT DAZE
„Five Year Scratch” CD
( Rookie Records / RookieRecords.de , Release Date: 23. Februar 2007 )

Mitte/Ende der 80er kehrte in Englands Underground-Musikszene wieder Leben ein. Ploetzlich gab es richtig gute Bands mit Hang zum 77er-Punkrock, und das aus den unterschiedlichsten Gegenden des Vereinten Koenigreiches. Eins hatten sie mehr oder weniger gemeinsam, sie klangen dabei ungemein poppig, ob es nun RED LETTER DAY, THE ABS, MEGA CITY FOUR, THE SECT, IDENTITY, SOUP DRAGONS, SENSELESS THINGS, THE FLATMATES, SPACE MAGGOTS, THE PRIMITIVES, THE DRAGSTERS, RAZORCUTS oder eben PERFECT DAZE aus Ipswich – uebrigens der Heimat von THE ADICTS – waren. Ich kaufte mich an den ersten Veroeffentlichungen dieser Bands im damaligen „Garageland“ auf der Grabenstr. 77(!) in Duisburg dumm und daemlich. Die hatten vorne an der Theke so eine kleine Box an Singleneuerscheinungen, wo ich die eine oder andere Perle Woche fuer Woche herauszog. Wo ich allerdings meine ersten Perfect Daze-Vinyls erstanden habe, vermag ich nun, gute zwanzige Jahre spaeter, nicht mehr genau zu lokalisieren. Auf jeden Fall drehte sich ihre erste Single „Bubblegum“ ziemlich oft auf meinem Plattenspieler. Aber die Band machte es mir auch leicht. Ihr Sound wehte wie eine frische Fruehlingsbrise aus den Boxen. Erst jetzt, im Jahr 2007, erbarmte sich ein Label, die musikalischen Glanzleistungen auf eine CD-Buehne zuhieven. Aber warum hier so einige Songs fehlen bleibt mir ein Raetsel. Es gibt doch wirklich nichts Einfacheres, als eine Compilation von einer Band zusammen zustellen, die mit ihren offiziellen Veroeffentlichungen doch recht sparsam fungierten. Von Perfect Daze gibt es meines Erachtens nur zwei 12“inches und zwei 7“inches. Die haette man dann doch gut und gerne erst einmal komplett zu Anfang der CD stellen koennen. Mit Erscheinungsdatum und allen anderen wichtigen Infos, wie sich das gehoert! Aber da haben die Verantwortlichen sich nicht in der Pflicht gesehen. Nein keineswegs! Da hat man, ohne viel darueber nachzudenken einfach 22 Songs wild durcheinander gemixt, ohne jegliche Angaben und ohne auch die Tracks durchzunummerieren. So steht man dann beispielsweise bloede am CD-Player und muss selbst runterzaehlen, um den gewuenschten Titel zu spielen. Die Story im Booklet ist hingegen ziemlich informativ, die Bilder wiederum zu hoch aufgeloest. Von der Gesamtgestaltung nix halbes und nix ganzes. Und wie ein Witz erscheint es das im „Abspann“ zu lesen steht: „…..for more details…..visit home.freeuk.net/toplessamerica/.....“. Hab ich auch brav gemacht. Und siehe da, hier bekommt man zu jedem Song die gewuenschten Infos, die im Booklet eigentlich haetten stehen sollen. Ein weiterer dicker fetter Minuspunkt, den ich eben schon kurz erwaehnt habe, ist, dass wirklich wichtige Songs der Band einfach aussen vorgelassen wurden. Ein handfester Skandal wie ich finde! Ich spreche hier von ihrer ersten Single „Bubblegum“. Auf der CD ist der Song in einer voellig anderen und weitaus schwaecheren Version vorhanden, Die Single- sowie die 12“inch-Version, wobei die 7“inch-Version meines Erachtens am besten klingt, sind einfach ignoriert worden. Genauso wie die Songs „Picture Of You“, „She Revs Me Up“, „Luv Ya Till The Bomb Drops“, „Barstool On The Floor” und JETZT KOMMTS ueberhaupt ihr bester Song „This Side Of Summer” von der „Regular Jailbreak”-12”inch. Als ich die Songliste durchging, konnte ich es im ersten Moment wirklich nicht glauben, das solch ein Knaller fehlt. Ich war ge-real-schock-t! Da muessen die Macher dieser CD aber wirklich an absoluter Geschmacksverirrung leiden. Ich sag so was ja heute nicht mehr sehr oft, aber hier bin ich ehrlich bitterlich enttaeuscht worden! OKay, es koennte rein theoretisch natuerlich auch die Vermutung nahe liegen, das man nicht das komplette Backup vom damaligen Label „Vinyl Solution“ verwenden durfte. Das waere so fuer mich die einzige plausible Erklaerung dieser doch ziemlich konfusen CD-Zusammenstellung. Perfect Daze gefielen mir am besten zu ihrer Anfangszeit, denn als mit der Single „Flames“ nicht nur ein neues Label mit „Way Cool Records“ 1989 gefunden wurde, fanden sie auch zu einem etwas anderen Musikstil. Jetzt klangen sie nicht mehr so unbeschwert poppig, sondern hatten auch deutlich hoerbare Einfluesse von HÜSKER DÜ auf der Rechnung. Gegen HÜSKER DÜ hab ich rein gar nichts, zaehlt fuer mich immer noch zu den absoluten Topadressen des US-Punk, aber bei Perfect Daze hoerte sich das zeitweise etwas aufgesetzt an, als wollte man jetzt unbedingt diesen Stil mit einfliessen lassen. Nun, um es jetzt an dieser Stelle kurz zu machen, die 22 Songs sind komplett re-mastert worden und der groesste Teil entspringt aus Session-Songs, die aber allesamt in einwandfreier Studioqualitaet sind. Fuer die herbe Enttaeuschung fehlender Songs, besonders natuerlich ihrem Hit „This Side Of Summer“, gibt es leider ein Sternchenabzug. Und wer bezahlt mir jetzt die Therapie?
PS: Soeben habe ich festgestellt, dass der damalige Gitarrist Scruff selbst die Songs ausgewaehlt hat!!! Ich versteh die Welt nicht mehr! Das wird eine lange eine sehr lange Therapie fuer mich werden, aber vorher werde ich ihn mal schreiben, was er sich denn bei dieser Compilation eigentlich gedacht hat. Vielleicht folgt ja noch eine Aufloesung….., wer weiss….., Dienstag, 20. Maerz 2007. Habe soeben eine eMail mit folgendem Wortlaut an Scruff geschickt: „Hello Scruff, my name is Ralf. I´m from Germany and I recieved from ROOKIE RECORDS the "Five Year Scratch" CD for a review on my site. I have your records on vinyl and I was very disappointed, that you did not incl. all of your vinyl-songs, especially "This Side Of The Summer", which is my fave song from PERFECT DAZE. Also, why did you not pick up the original 7" + 12" versions from "Bubblegum" on the CD? Yes, I really would like to know! I hope you write back. Thanks very much in advance.” Ich warte nun auf Antwort!
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DIE PUNKROIBER
„Still Fuckin´ Punkroiber” CD
( Wanda Records / WandaRecords.de , Release Date: Februar 2007 )

Zunaechst muss ich ein wenig ueber den ziemlich klischeehaften Bandnamen schmunzeln. Was kommt da nur auf mich zu? Ich erwarte schwerfaelligen Oi!, und bekomme ihn dann auch meist zu hoeren. Automatisch brechen dabei Erinnerungen auf, schlechte Erinnerungen. Wie ich damals aus dem „Luxor“ in Koeln Anfang/Mitte der 80er nach einem Konzert von HÜSKER DÜ komme, um an der Eckekneipe am „Blue Shell“ von drei Skinheads abgepasst zu werden, die mich die Strasse runterjagten. Bekommen haben sie mich nicht, konnte noch in letzter Sekunde in ein Taxi springen. Gut, das ist ja heute alles ganz anders geworden, da feiern Skins, Punks und Greaser gemeinsam auf Konzerten. Die Punkroiber koennen natuerlich nichts dafuer, aber was soll ich machen? Ich komme eben aus einer anderen Zeit, wo man niemals so genau wusste, wer Freund und wer jetzt Feind war. Schnitt! Zwischendurch immer mal wieder viel zu schnell gespielter Punk, den man an jeder Ecke hoeren kann. Eben nichts, was mich wirklich aufhorchen laesst. Und schon viel zu oft noch weitaus schlechter gehoert. Schade. Textlich allerdings koennen sie durchaus ein paar Bruecken zu mir schlagen. Aber, leider reicht das insgesamt dann doch nicht fuer drei glatte Okay-Sternchen……
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SITUATIONS - „Pressue Is A Pleasure” CD
SITUATIONS
„Pressue Is A Pleasure” CD
( Wanda Records / WandaRecords.de , Release Date: 09. Januar 2007 )

Obwohl ich ja laengst aus dem Spiel raus bin, beruhigt es mich ungemein, aus der Ferne mitzubekommen, wie der ´77er Punkrock auch 30 Jahre danach immer wieder auf ein Neues von der jungen nachrueckenden Generation mit der richtigen Einstellung behandelt wird. Dieses Trio hier aus Berlin gruendete sich erst im Sommer 2005, hat aber kein Problem damit einige wenige Monate spaeter ins Studio zu gehen, um mit Smail von THE SHOCKS an den Reglern ein fein originelles Punkrock-Album mit deutschen sowie auch englischen Texten aufzunehmen. Herausgekommen sind 14 Songs, die in einer knappen halben Stunde ihre Bestimmung finden. Das geht in die Richtung in die sich zunaechst vor einigen wenigen Jahren THE BRIEFS breit machten. Doch sie blieben nicht sehr lange allein, denn Bands wie THE HATEPINKS, THE SHOCKS oder THE SHOEMAKERS hefteten sich musikalisch gesehen dicht an ihre Fersen. Hier ergeben Begriffe wie Pogo, Sicherheitsnadeln und Kindersonnenbrille noch einen tieferen Sinn. Oder aber es auch mit einem Spruch aus dem Ruhrpott zu sagen: „Pog, du Sau!“
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SKELETAL FAMILY - „Promised Land (Live 1983-84)” DVD
SKELETAL FAMILY
„Promised Land (Live 1983-84)” DVD
( Cherry Red Films / CherryRed.co.uk , Release Date: 28. Februar 2007 )

Die Skeletal Family galt zusammen mit NEW MODEL ARMY, THE CULT und SISTERS OF MERCY zu den wichtigsten Vertretern des Gothic-Punk, Anfang der 80er in England. Auf dieser DVD mit einer Gesamtspielzeit von ungefaehr 85 Minuten sind einiger ihre Live-Aufnahmen beispielsweise aus dem Londoner „Marquee“ (1983), aus der „St. Georges Hall“ in Bradford (1984) und von Sheffield´s University“ (1984) festgehalten worden. Blickfang war natuerlich ihre Saengerin und Paradiesvogel Anne-Marie mit einer extravaganten Buehnenshow. Sie verlieh den Songs durch ihre Buehnenpraesenz, die uebrigens meines Erachtens stark an SIOUXSIE SUE erinnerte, erst den richtigen Farbton. Weitgehend im Hintergrund fungierten ihre Mitspieler. Im Anschluss an die qualitativ nicht sehr anspruchsvollen Video-Aufnahmen macht man einen Zeitsprung ins Jahr 2005. Anne-Marie ist da schon laengst ausgestiegen und die Band machte mit der neuen Saengerin Claire BB weiter. Es werden einige neue Promo-Songs fuer die Kamera gespielt und auch ein Interview ist zu sehen. Das Highlight dieser DVD ist sicherlich das Promo zu ihrem besten Song „Promised Land“, wo die Band damals in den 80ern einfach aufs Land fuhr, um dort voellig unbekuemmert zu Werke ging. Das kann man im Anschluss in dem fertigen Video doch sehr gut sehen.
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STEAKKNIFE - „Parallel Universe Of The Dead” CD digi-pak
STEAKKNIFE
„Parallel Universe Of The Dead” CD digi-pak
( Rookie Records / RookieRecords.de , Release Date: 23. Maerz 2007 )

Lee Hollis ist mir noch bestens bekannt aus seiner Zeit als Frontmann der SPERMBIRDS. Die Songs „Get Off The Stage“ + „Try Again“ hab ich damals rauf- und runtergespielt. Seinen schwer abgedrehten Gesang hat er gluecklicherweise in all den Jahren nicht abgelegt, sondern vielmehr noch weiter perfektioniert. Lee Hollis, etwa der Vorreiter der heute so angesagten Screamo-Welle, angefuehrt von den miserablen Schaustuecken von fuckin´ BILLY TALENT? Wenn man sich das neue Werk und mittlerweile schon vierte Studioalbum von Steakknife anhoert, koennte man durchaus zu dieser Aeusserung gelangen. Nur mit dem Unterschied, das Lee Hollis gar nicht anders kann als seine Wut in dieser Form rauszubruellen. Waehrend andere nur vorgaukeln angepisst zu sein, ist Lee Hollis wirklich angepisst! Gesangstechnisch steckt er also immer noch in einer schoen eng anliegenden Zwangsjacke. Zugegeben, ich hoere nun zum ersten Mal die Musik von Steakknife, und bin schwer beeindruckt, denn der Sound gefaellt mir auf Anhieb richtig gut. Da rackert ein Lee Hollis jahrelang im Untergrund und so beschissene Klone wie fuckin´ BILLY TALENT raeumen einen Musikpreis nach dem anderen ab, gestern Abend zum Beispiel den Echo 2007, obwohl der Echo natuerlich einen Scheiss in der Punk-Szene bedeutet. Aber trotzdem, es bleibt einfach ungerecht. Sollen die ganzen Mainstream-Pisser ruhig meinen, das fuckin´ BILLY TALENT Punk sei. Steakknife lebt also folgerichtig von Lee Hollis durchdringendem Organ. Die Musik hingegen ist an sich verdammt kraftvoll produzierter, sehr amerikanisch orientierter Punk Rock, der fast nur straight nach vorne losgeht, mal schneller, mal weniger schnell aus den Boxen gespuckt wird. Manchmal klingen sie sogar beinahe wie einer der rotzfrechen Orange County Bands auf dem „Hostage Label“. So sollte eine Punkrock-Band im Jahr 2007 klingen! Und mit „Common Knowledge“ hab ich soeben meinen ganz persoenlichen Hit rausgefiltert! Und um es noch einmal an dieser Stelle zu verdeutlichen. FUCK OFF BILLY TALENT!
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THE DAY THE COUNTRY DIED - DVD
THE DAY THE COUNTRY DIED
DVD
( Cherry Red Films / CherryRed.co.uk , Release Date: 15. Januar 2007 )

Passend zu dem Buch von Ian Glasper ist nun der Film erschienen. Natuerlich versteht sich der Film, der unter der Regie des Filmemachers Roy Wallace (einst Saenger bei Belfast´s TOXIC WASTE) entstand, als reine Dokumentation. So kommen in den insgesamt 120 Minuten alle wichtigen Vertreter des damaligen „Anarcho-Punk“ ausfuehrlich zu Wort. Zwischendurch werden haufenweise Musik-Collagen gereicht, die so charakteristisch fuer diese Szene damals waren. Aber auch verschwommene und verwackelte alte Video-Aufnahmen wird ein gebuehrenden Platz im Film eingeraeumt. So bekommt man insgesamt ein wenig von den bedrueckenden Lebensbedingungen mit, die Anfang/Mitte der 80er in England unter der erzkonservativen Regierung von fuckin´ Maggie Thatcher herrschten. Im Gegensatz zu dem oft grosskotzigen Verhalten einiger Szene-Groessen im Film „American Hardcore“, bleiben die Jungs hier allerdings schoen auf dem Teppich und kommen wesentlich sachlicher und auch sympathischer rueber. Egal, ob da nun Penny Rimbaud (CRASS), Colin Jerwood (CONFLICT), Colin & Kevin (FLUX OF PINK INDIANS), Ian Glasper, Sean McGhee oder Dick Lucas (SUBHUMANS) vor die Kamera tritt und seine Geschichte erzaehlt. Nur schade, dass der Anarcho-Punk bis auf ganz wenige Ausnahmen nie wirklich mein Ding war. Leider kommt auch diese DVD ohne irgendwelchen Untertitel aus. Als kleine Anregung an das „Cherry Red“-Team gerichtet, sei an dieser Stelle mal erwaehnt – da die DVDs schliesslich weltweit erhaeltlich sind – diese auch mit den wichtigsten Sprachen zu belegen. Allen voran dabei natuerlich englisch! Denn aus dem Akzenten-Kauderwelsch einiger Gespraeche kann man vieles nicht aus dem Zusammenhang heraus verstehen. Allein nur ein Untertitel in englischer Sprache haette da wahre Wunder gewirkt.
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U.K. SUBS - „Another Kind Of Blues” CD digi-pak
U.K. SUBS
„Another Kind Of Blues” CD digi-pak
( Captain Records / CaptainOi.com , Release Date: 19. Februar 2007 )

U.K. Subs und immer noch kein Ende!!! Was da inzwischen alles in den letzten Jahren veroeffentlicht wurde ist kaum noch zu ueberschauen. Die Nachfrage scheint nach wie vor ungebrochen zu sein. Gut so! Die Subs waren ein Jahr nach 1977 einer der Wegbereiter der zweiten bzw. dritten Generation gewesen und Saenger Charlie Harper hat sich bis heute mit stetig wechselnden Besetzungen erfolgreich ueber Wasser halten koennen. Mit ueber 60 Jahren ist der gute Mann immer noch dick im Geschaeft bzw. Gespraech. Momentan ist er uebrigens gerade auf Tour in Australien, u.a. mal wieder mit an Bord, Original Gitarrist Nicky Garratt. Ihre Liveshows galten schon immer als ihr ganz persoenliches Aushaengeschild. Ich hab die Band bestimmt auch ein dutzend Mal gesehen und wurde dabei nicht einmal wirklich enttaeuscht. „Another Kind Of Blues“ erschien am 20. September 1979 und galt unter den damaligen Punks als eines der Highlights in dem Jahr. Die Subs und ihre Beliebtheit unter den Fans kann man vielleicht heute am ehesten mit dem grossen Zuspruch der U.S. BOMBS vergleichen, denn frueher hatte auch jeder zweite oder dritte Punk den Schriftzug der Subs auf der Lederjacke stehen. Neben den 17 LP-Tracks werden die ersten drei Singles „C.I.D.“, „Stranglehold“ und „Tomorrows Girls“ komplett mit ihren B-Seiten als Bonus angefuehrt. Erstmals auf „Captain Oi!“ vor sieben Jahren als normale CD veroeffentlicht, wird hier nun eine deluxe digi-pak Release aufgefahren, inklusiver aller Texte.
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V.A.: „REVENGE OF THE PSYCHO CATS“ - DVD
V.A.: „REVENGE OF THE PSYCHO CATS“
DVD
( Cherry Red Films / CherryRed.co.uk , Release Date: 26. Maerz 2007 )

32 Mal wird hier in die Psychobilly-Trickkiste gegriffen. Das macht genau 94 Minuten. Dabei sind die meisten Aufnahmen live und nur ganz wenige rare Promo-Videos haben sich eingeschlichen. Das Beste ist dabei natuerlich das von THE METEORS wie sie „Please Don´t Touch“, was ich wiederum von der MOTORHEAD/GIRLSCHOOL 10“inch „St. Valentines Day Massacre“ her kenne, im lupenreinen Rockabilly-Sound verwursten. Sonst ist fuer mich nicht wirklich viel dabei, aber trotzdem eine kleine Liste habe ich mal zusammen geschrieben. Aktuelles und Damaliges u.a. von DEMENTED ARE GO, LONG TALL TEXANS, FRENZY, BATMOBILE, KLINGONZ, GUANA BATZ, SHARKS, KING KURT, RESTLESS, CARAVANS, MAD SIN, FRANTIC FLINTSTONES und WALTONS.
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V.A.: „SHIELDED BY DEATH VOL. 4” - CD-R
V.A.: „SHIELDED BY DEATH VOL. 4”
CD-R
( Dagger Promotions / MySpace.com/DaggerPromotions , Release Date: Winter 2006 )

Keith Grave von „Dagger Promotions” hat wieder zugeschlagen und praesentiert aus seiner eigenen Reihe „Shielded By Death“ mit dem Untertitel „The Inmates Are Running The Asylum – International Punk 1978-88“ den vierten Teil. Randvoll mit insgesamt 26 Bands, wobei mir dann doch die meisten voellig unbekannt sind. Oder sagen euch die Namen BUTCH MINDS THE BABY, SEIZURE, THE TERMINALS, THE DETONATORS, THE COMMANDOS, LAST SUPPER oder UPFRONT wirklich etwas? Leider muss man sich die Infos selbst irgendwie im Internet zusammen suchen, da hier ausser Band und Titel sonst nur noch massig Webseiten-Adressen angegeben sind. Schade, denn dafuer hab ich leider heutzutage echt nicht mehr die Zeit zu, alle mir gewuenschten Details aus dem Netz zu fischen. Alle moeglichen Punk-Stile sind auf diesem Sampler erfasst worden, wobei Hardcore und der gute alte 77er dann doch am Haeufigsten durchklingen. Lustig zusehen, dass mit dem KGB auch eine deutsche Band vertreten ist. Ansonsten wirken nur englische, kanadische und natuerlich amerikanische Anwaerter mit, wobei mir dann doch auf dem zweiten Blick die ein oder andere Band bekannt ist, wie etwa THE AUTOMATICS, NIHILISTICS, FOREIGN LEGION und THE HATES. Oh warte, hab da noch die hollaendische Band DELUXE GREEN entdeckt, die mir allerdings auch wiederum nichts sagt. Eine ziemlich gute Zusammenstellung, wo die eine oder andere Punkrock-Perle versteckt ist. Man muss sie nur finden!
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V.A.: „YOU ONLY GET ONE SHOT AT THE BIG TIME” - CD
V.A.: „YOU ONLY GET ONE SHOT AT THE BIG TIME”
CD
( Wizzard-In-Vinyl.com / MySpace.com/DaggerPromotions , Release Date: 19. September 2006 )

Was fuer eine verdammt aufwendige Gestaltung! Das kann doch nur aus Japan kommen! Und so ist es dann auch! Diese CD wurde vom Punkrock-Experten Keith Grave zusammengestellt und produziert. Gemastert wurde sie in einem Studio in Tokyo. Obskurer amerikanischer PowerPop & Punk aus den Jahren 1979 bis 1985 wird von den Bands M 80’s, THE BLACKJAX, THE EJECTORS, ZELLOTS und THE STERICS auf insgesamt 22 Tracks eindrucksvoll und in bester Studioqualitaet wiedergegeben. Die kanadischen ZELLOTS mit ihren drei Songs gefallen mir persoenlich am besten, was besonders an der Frau am Gesang und den einfachen Songstrukturen liegt. Im deluxe Glanz-Booklet gibt es ausfuehrliche Bandstorys nachzulesen, wobei die von THE EJECTORS mit seinen sieben Seiten am laengsten ist. Speziell jeder „Killed By Death“-Liebhaber wird hier angesprochen. Kann aber leider nicht sagen, ob es diese CD auch in den einschlaegigen deutschen Mailordern zu kaufen gibt. Ich hab sie bisher nur bei Amazon.com fuer gute 25.00 Dollar entdecken koennen.
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THE VIEW - „Hats Off To The Buskers” CD
THE VIEW
„Hats Off To The Buskers” CD
( 1965 Records / VollKontakt.com , Release Date: 16. Maerz 2007 )

Oh yes! Wunderbar britisch! Wie einst THE RIFLES mit „Local Boy“ haben mich die vier jungen Bubis von the View aus dem schottischen Dundee mit „Superstar Tradesman“ direkt im Sturm erobert! Ein unglaublich guter Song! Ein echter Ohrwurm fuer die Ewigkeit! Aber dann leider leider folgt die ganz grosse Ernuechterung! Scheisse aber auch, warum haben sie nicht die CD mit solchen feinen Sirenen-Gitarren betonten Popsongs a la the SOUP DRAGONS vollgestopft? Nur noch „Wasted Little DJ´s“ kommt da ansatzweise an „Superstar Tradesman“ ran. Wie soll ich sagen? Die restlichen Tracks sind einfach zu harmlos und nicht mit dem noetigen Drive gespielt. Da bleibt einfach viel zu viel auf der Strecke liegen. Viel zu sparsam werden die Gitarren eingesetzt! Es ist echt eine Schande, wie fahrlaessig die kleinen Buben mit ihren Talenten umgehen. Denn sie koennen es doch! Zugegeben ich sehe die CD natuerlich mit den Augen eines alten Punkrocker, der the BOYS, the JAM, the UNDERTONES und BUZZCOCKS ueber alles schaetzt. Nun, the View hat natuerlich ganz andere Combos, an denen sie sich musikalisch anlehnen, wie etwa OASIS (oh nee, nicht schon wieder diese Poser!) oder die ganzen anderen angesagten U.K.-Bands wie FRANZ FERDINAND oder LIBERTINES. Da kann und will ich auch ueberhaupt nicht mitreden. Und so bleiben mir mit „Wasted Little DJ´s“ und natuerlich ganz besonders mit „Superstar Tradesman“ nur zwei Songs, die bei mir auf jeden Fall nie in Vergessenheit geraten werden. Und fuer diesen Hochgenuss dann auch vier Sternchen, obwohl es den Gesamteindruck nicht ganz widerspiegelt.
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