* * * * * * Real Classic! , * * * * * Great Stuff! , * * * * Very Good! , * * * O.K. , * * Poor! , * Real Bullshit!

So, hier nun das Update fuer Maerz und April. Das Update fuer Mai erfolgt Anfang Juni 2010.  Alle Reviews, wie immer, besprochen von Ralf Real Shock.

 

AMOR & OPHELIA - „Intimpiercing“ CD
AMOR & OPHELIA
„Intimpiercing“ CD
( Bosworth Recorded Music / MuteMusicPromotion.de , Release Date: 30. April 2010 )
Frontcover erinnert mich sofort an die 80er-Goeren von SHAMPOO. Okay, wenn das schon mit der Optik klappt, warum denn dann auch nicht mit der Musik? Also, fast voellig voreingenommen mit leichter Zuversicht auf harmlosen Punk/Girl/ie-ZuckerPop hoffend, die CD vorsichtig in den Player bugsiert und gespannt gelauscht, was mich wohl erwarten mag. Nun, nach nur wenigen Sekunden, um exakt zu sein, als das laut Info „Ein-Frau-Rockduo“ das Mikrophon beruehrt und anfaengt ihre Texte ins selbige unterkuehlt laessig dir unterjubeln zu wollen, haette ich am liebsten schreiend das Zimmer verlassen und mich freiwillig vom Balkon gestuerzt. Ja, hau mal rein Alter, was haben wir denn hier fuer eine arrogante Schnepfe? Und dann diese selbstgefaellige Ueberheblichkeit in den Texten. Oh, das geht ja sssoooo gar nicht! Nee, so ein Bullshit brauche ich mir bestimmt nicht mehr auf meine alten Punker-Tage von so einer hochnaesigen Zicken-Trulla bieten zu lassen. Da hilft nur ein klassisches „FUCK OFF!“ von meiner Stelle. Hab die Ehre!
( * - )

BAD HANDS
„Take The Money And Run“ CD digi-pak
( G-Records / Gordeon Promotion , Release Date: 26. Maerz 2010 )
Bad Hands aus Schweden ist keine Band im herkoemmlichen Sinne, sondern dahinter verbirgt sich ein gewisser Per Nordmark, der zuvor bei FIRESIDE (kenn ich nicht….) und BREACH (kenn ich auch nicht….) mitspielte, und nun dieses Soloprojekt ins Leben rief, wobei er sich einige gar nicht mal so unbekannte Musiker, wie z.B. Nicke Andersson von den HELLACOPTERS oder Howlin’ Pelle Almqvist von den HIVES einlud, um mit ihnen gemeinsam zumusizieren. Eine Norm existiert bei den 10 Tracks nicht. Es geht dabei in alle moeglichen Stilrichtungen, dessen Oberbegriffe Rock, Disco, Soundtracks(?) und Elektronik lauten. Dynamisch ist das Ganze durchaus, nur, hab ich nicht wirklich Freude am Zuhoeren. Mir fehlt bei den meisten Liedern die Gradlinigkeit!
( * * )

BIERSPIELER - „Shut Down“ CD
BIERSPIELER
„Shut Down“ CD
( Bierspieler Record Compagnie / MuteMusicPromotion.de , Release Date: 01. Mai 2010 )
Als ich die CD erhalten habe, dachte ich sofort, was fuer ein beschissener Name fuer eine Band! Bei naeherer Betrachtung stellte ich allerdings fest, dass es sich um ganz alte Hasen aus dem Hamburger Punkrock-Umfeld handelt. Um noch genauer zu werden, das hier ist tatsaechlich die Original NOISE ANNOYS-Besetzung, minus Martin Witte. Aber der hatte hier seine Finger auch mit im Spiel. Und zwar als Produzent. Ich fass es nicht! Aber warum jetzt Bierspieler? Nun, das beiliegende Info gibt Aufschluss! Bierspieler entstanden schon 1980. Okay, an dieser Stelle sei dann der Bandname verziehen. Ich sag nur: MITTAGSPAUSE! War damals genauso bescheuert, passte aber einfach in die Zeit! Egal! Die Band kam bis zu ihrer Bandaufloesung 1986 nie ueber Konzerte im Raum Hamburg und Umgebung, Kiel sowie Berlin, und einigen Proberaum-Songs hinaus. Wahrscheinlich sagte mir deshalb der Bandname so rein gar nichts. Nach dem Split suchte man sein Glueck in anderen Combos, wobei NOISE ANNOYS eindeutig am ehesten einen bleibenden Eindruck in der damaligen Szene hinterliessen. Diese CD klingt besonders bei den schoen offensiv nach vorne abfeuernden pUnKpOp-Songs wie der legitime Nachfolger von NOISE ANNOYS. Der Opener „Tooth“ knallt so was von sofort rein! Ein, wie sagt man noch gleich(?), HitHitHit vor dem pUnKrOcK-Herrn! Grossartig harmonisch hier der Einsatz vom Schifferklavier. Das kann aber auch nur den Hamburger Jungs einfallen! Es folgt „Death Or Glory“, ein weiteres unbedingtes Highlight der 14-Song-CD! Ohrwurm-pUnKrOcK, so wie wir es aus Hamburg lieben. Mit „Make It While You Can“ gibt es einen weiteren pUnKrOcK-Brecher, ganz im Stile der 77er-Schule. Ich gerate doch ein wenig in Verzueckung! Drei Knaller, direkt zu Anfang, geht das wirklich bis zum Ende so weiter? Leider nicht! Im Verlauf versagen ein wenige die PowerpUnKpOp-Kraefte, denn so einige musikalische Ausfluege sagen mir einfach nicht zu, wie die etwa ins SKA-Gefilde. Doch mit solchen Ausnahme-Songs zur Eroeffnung hat die Band so gut vorgearbeitet, dass sie ganz sicher ihre 5 Sterne einfahren. Und neben der Strecke konnte ich noch „Shut Down“ und besonders das hypermelodische „Rest In Peace (R.I.P.)“ ausmachen. D-I-E Ueberraschung dieses Review-Update! So, und jetzt komm mal wieder so ganz langsam runter, Herr Real Shock!
( * * * * * )

BRIJITTE WEST AND THE DESPERATE HOPEFULS - s/t CD
BRIJITTE WEST AND THE DESPERATE HOPEFULS
s/t CD
( Devils Jukebox Records / LAMF.biz , Release Date: Maerz 2010 )
Spaetestens beim vierten Track „Walk Out”, als man ungefaehr im Mittelteil Fragmente von „Chinese Rocks“ wieder erkennt, duerfte klar sein, wie der Hase laeuft. Denn Ex-NEW YORK LOOSE-Saengerin/Gitarristin Brijitte West verschweigt ihre musikalische Vergangenheit mit keiner Silbe auf ihrem ersten Solo-Album. Die 10 Tracks klingen verdammt gradlinig und erinnern erfreulicherweise an die fruehe Phase der NEW YORK LOOSE. London, wo Frau West nun schon seit einigen Jahren lebt, scheint also ein sehr gutes Pflaster fuer „New York pUnK rOcK“ zu sein. Hier fand sie schnell Zugang zu faehigen Rock’n’Roll-Musikern. In der ersten Zeit arbeitete sie mit Gitarrist Rich Jones und Bassist Lee Jonez von THE LOYALTIES zusammen. Auf dem Album sind sie mit „Mess Of Myself“ und „How To Be Good“ vertreten, zwei Lieder die wahrscheinlich von einer ersten Studio-Session stammten. Ausserdem singt beim letzten CD-Track „How To Be Good“ ihr langjaehriger musikalischer Weggefaehrte aus New Yorker Tagen, JESSE MALIN mit. Bei den anderen acht Tracks standen Frau West eher unbekannte Musiker zur Seite, die wohl jetzt zur festen Line-Up gehoeren. Diese Songs zeichnen sich allerdings dadurch aus, dass sie allein von der Produktion her eindeutig kraftvoller ausgefallen sind. Frau West muss man hier in allen Belangen ein exzellentes musikalisches Verstaendnis bescheinigen. Eine aussergewoehnliche Ballade ist ihr z.B. mit „Bitter & Twisted“ gelungen, es geht aber auch schoen flott zur Sache, wie etwa in „It’s Not My Fault“, und, natuerlich darf man auf keinen Fall die Mid-Tempos verachten, allen voran das grossartige „Long Island Lolita“. Ein Album, was man in dieser geballten „NewYorker pUnKrOcK’N’roLL“–Konzentration sicherlich in der heutigen Zeit nicht mehr erwarten durfte.
( * * * * * + )

THE HUMPERS - „War Is Hell”/ „My Machine” CD
THE HUMPERS
„War Is Hell”/ „My Machine” CD
( Devils Jukebox Records / LAMF.biz , Release Date: Maerz 2010 )
Was den Sound der Humpers ganz zu Anfang auszeichnete, war diese extrem billige Aufmachung. Als wenn sie die ganze Schose in einem Take dahinrotzen, ohne sich grossartig Gedanken ueber das Endergebnis zu machen, so nach dem Motto: „Ach scheiss drauf, passt schon“. Und auch nach zwanzig Jahre sollten sie damit unbedingt Recht behalten! Das ist pUnK rOcK in seiner absoluten Reinkultur! Die Naturgewalt des Rock’n’Roll! Mehr geht nicht! Oder besser gesagt, weniger geht nicht! So aehnlich klangen damals in den 70ern auch die famosen PAGANS aus Cleveland. Die fetzten ebenfalls einfach so ihre Songs mal zwischen Kaffee und Kuchen runter! Das mich das Ganze auch an die fruehen JONESES erinnert kommt natuerlich auch nicht von ungefaehr. Bei denen sang Jeff Drake, der aeltere Bruder von Scott Drake, der das stimmliche Familienerbe bei den Humpers fortsetzte. Auf dieser CD gibt es die re-masterte Version beider Alben – desser bizarrer Ursprung im damaligen Jugoslawien lag, die ganze Story dazu gibt es von Scott Drake hoechstpersoenlich aufgeschrieben im Booklet nachzulesen – abgenommen von Scott’s DAT-Baendern, dessen gesamter Prozess damals umgerechnet etwa 300 US-Dollar verursacht hatte. Ein Witz zu heute! Dafuer betreten angebliche Rock’n’Roll-Stars im Jahr 2010 noch nicht einmal ein Studio. Fuck all that Poser-Shit! I hate them all! Die Humpers sind so fuckin’ real! Brillant abgefuckter pUnK’N’rOLL. Und sie halten all diesen armen Wichten von heute den Spiegel vor: „Alter, so wird das gemacht und nicht anders.“
Leider wirkten die Humpers einige Jahre spaeter mit dem Vertag bei Epitaph irgendwie zu glatt gespuelt. Wenn du allerdings wirklich die urspruenglichen Humpers willst, geht an dieser 23-Song-CD kaum ein Weg vorbei. „Welcome To The Loser’s Club.“ Johnny, Stiv und all die anderen erwarten dich schon!
( * * * * * )

KAFKAS
„Paula“ CD
( Domcore / Revolver Promotion , Release Date: 16. April 2010 )
KAFKAS, der Bandname, „Paula“, der CD-Titel, „…Wenn ich mal ein Tattoo habe“, „Die Goetter versagen“, „Der Kuchen ist gegessen“ oder „Warum kann die Welt keine Scheibe sein?“ sind vier Titel willkuerlich aus der 15-Song-CD gewaehlt. Nein, liebe Leute, irgendwann ist auch mal gut! Ich weigere mich so etwas anzuhoeren. Dafuer ist mir meine Zeit zu kostbar!
Keine Bewertung!

DIE LOKALMATADORE - „Punk Weihnacht” CD
DIE LOKALMATADORE
„Punk Weihnacht” CD
( Teenage Rebel Records / Teenage-Rebel.de , Release Date: April 2010 )
Puenktlich zum diesjaehrigen Osterfest bringen die Lokalmatadore eine CD mit dem Titel „Punk Weihnacht“ raus, wobei die ersten drei Songs weltexklusiv sind. Hach, wat is dat lustig! Selten so gelacht. Originell? Keine Ahnung, ich verstand schon frueher deren Spass nicht. Und nach ueber 15 bis 20 Jahren singen die immer noch den gleichen debilen Muell in ihren Texten, wie es der anschliessende Live-Mitschnitt aus dem letzten Jahr in Hamburg beweist. Irgendwann ist doch mal gut, oder? Mit genuegend Abstand finde ich es heute nicht nur scheisse, sondern auch noch echt peinlich. Wenn die Jungs wenigstens alle unter der Bruecke leben wuerden, koennte man ja den einen oder anderen Text noch so halbwegs nachvollziehen. Aber die haben doch alle ein Dach ueber den Kopf, immer einen Kasten Pils im Haus und leben mit Sicherheit nicht am Rande der Gesellschaft. Mit ueber 40 immer noch solche Lieder raus zuhauen, da glaubt doch keine Sau mehr dran. Oder alles nur aus Nostalgie? Das verhaelt sich in etwa so, als MADONNA bei einem Londoner „Live Aid“-Gala ins Mikro schrie: „Let’s Start A Revolution“, und sich hinterher wieder in ihrer Millionenvilla verkrochen hat.
( * )

LOMBEGO SURFERS - „Still Got The Night” CD digi-pak
LOMBEGO SURFERS
„Still Got The Night” CD digi-pak
( Flight 13 Records / RookieRecords.de , Release Date: 22. April 2010 )
Eine Band, die es auch schon ewig und drei Tage gibt, aber die sicherlich nie eine musikalische Leibspeise von mir werden koennte. Da riecht es im Kopftopf doch ein wenig zu viel nach Voodoo-Zauber. Wat die da alles so reinstreuen. Catweazle ist da nix gegen! Nee, also meine Geschmacksknospen werden definitiv nicht angesprochen. Aber da ich eh so ein Schokolden-Weichei-Gummibaerchen bin, wuerden die mir mit ihren ultrascharfen Gewuerzen eh nur den Magen auf links drehen. Merke man sich, nur, fuer echte Haeuptlinge mit guten Verdauungseigenschaften. Diesen Herrschaften wird diese kleine feine Hexen-Suppe sicherlich sehr munden, die durch Surf- und a little bit of THE STOOGES-Guitarwork noch zu ihrer absoluten Verfeinerung gelangt.
( * * * )

THE LOYALTIES - „So Much For Soho” CD
THE LOYALTIES
„So Much For Soho” CD
( Devils Jukebox Records / LAMF.biz , Release Date: Maerz 2010 )
Das hier jemand von den BLACK HALOS mitwirkt, ist gut rauszuhoeren. Rich Jones drueckt mit seinem typischen Gitarrenspiel seinen Stempel auf das Gesamtpaket der Loyalties, die urspruenglich aus den YO-YO´S hervorgegangen sind. Denn nach dem sich Rich von den BLACK HALOS in Richtung Kalifornien verabschiedet hatte, um u.a. bei den abscheulichen AMEN mitzuspielen, landete er irgendwann dann in London und schloss sich wie gesagt zunaechst den YO-YO´S an. Es sollte aber nicht sehr lange dauern und die Loyalties gingen mit Tom Spencer am Gesang und Craig Herdman am Schlagzeug an den Start. Verstaerkung kam dann noch von Lee Jonez, der vorher bei den voellig ueberbewerteten DEADLINE den Bass gespielt hatte. Nun, auf ihrer ersten full-length gibt es 12 sehr straighte Punk’n’Roll-Tracks zu hoeren, die zwar ueberdurchschnittlich gut sind und mit dem Opener „Jimmy Does“ auch einen echten Hit im AMERICAN HEARTBREAK/THE BOYS-Stil zu bieten hat, aber irgendwie hatte ich mir doch etwas mehr erhofft. Die CD laeuft halt durch, ohne dass es mich wirklich packt, wie etwa bei der ersten RADIO DEAD ONES full-length, mit denen die Loyalties natuerlich auch befreundet sind. Schnitt! Vor knapp zwei Jahren habe ich diese Kritik in die Tasten gehauen und kann sie auch noch heute ohne groessere Probleme unterschreiben. Nun ist die CD noch einmal raus gekommen, sozusagen als „Redux Edition“, aufgestockt mit vier Bonus-Tracks. Drei von ihnen stammen von der sagenumwobenen(?) „Damp Cave In Brighton Session“, waehrend der letzte Track im Bunde, „Black Jimmy“ auf der Split-7“ mit den RADIO DEAD ONES vertreten war.
( * * * * + )

NECK - „Come Out Fighting!“ CD
NECK
„Come Out Fighting!“ CD
( Golf Records / Gordeon Promotion , Release Date: 19. Maerz 2010 )
Zu Weihnachten kommt bei uns zuerst ganz klassisch FRANK SINATRA in den Player, gefolgt von den ROTEN ROSEN mit ihrem „Wir warten auf’s Christkind“-Album, und mit ganz viel Glueck schaffen es auch noch die YOBS mit ihrem „Christmas Album“ aus dem Jahr 1980. Dann ist aber auch fuer den Rest des Jahres Ruhe mit dem Weihnachts-Punker-Rummel. Der Folk-Punk des sechskoepfigen Londoner Teams NECK passt demzufolge auch nur an einen bestimmten Tag im Jahr optimal ins Geschehen. Genau, die Rede ist vom St. Patrick’s Day. Oder aber, andere Moeglichkeit, du bist als Ire mit diesem „Gedudel“ aufgewachsen. Kann ich alles verstehen, kann ich alles akzeptieren. Doch als „Aussenstehender“ (und das bin ich nun mal!) kann ich nicht vorheucheln, wie ueberschwaenglich toll mir die Musik doch gefaellt. Das unterstelle ich auch einfach mal vielen anderen Kritikern aus meiner Branche. Nach dem Motto: „Ich hab eine ganz tolle Kritik geschrieben, komme ich jetzt auch auf die Gaesteliste?“ Dabei fehlen mir persoenlich doch jegliche Grundvoraussetzungen, you know, du hast es erfasst, die musikalischen Wurzeln! Deutschland’s Jugend ist in den 70ern mit allem moeglichen Musikkram aufgewachsen, aber Folk gehoerte sicherlich nicht dazu. Ich konnte den POGUES nie was abgewinnen und von daher kann ich mit NECK auch nicht viel anfangen. Beim SKA stoert die Troete, bei NECK stoert die Floete. Yes, das ist ja voll der Schwachsinns-Reim! Ob Troete oder Floete, nix pUnK rOcK gut, also nix for me. Das grenzt auch ein wenig an Koerperverletzung, aber ich kann der Band fuer ihre musikalische Macke nicht gaenzlich den Stuhl vor die Tuer setzen. Es liegt ja an mir. Mein musikalischer Radius ist extrem eingeschraenkt, aber ich bin mit den Jahren zu der Ueberzeugung gelangt, Musik, die mir nicht gefaellt, objektiv und voellig nuechtern zu beurteilen. Der Schattenspringer verkuendet: „Geht schon in Ordnung.“
( * * * )

PENETRATION - „The Feeling“ 7”inch / Digital Release
PENETRATION
„The Feeling“ 7”inch / Digital Release
( Damaged Goods Records / DamagedGoods.co.uk , Release Date: 05. April 2010 )
Nicht so ueberraschend gut wie ihre Comeback-Single „Our World” von 2008. Dennoch haben auch diese zwei Songs das Zeug dazu ganz locker mit der musikalischen britischen Gegenwart gleichzuziehen. Seit ihrem Split 1979 – nach ihrer letzten Show in der „City Hall“ in ihrer Heimatstadt Newcastle – waren sie 2008 das erste Mal wieder in einem Studio zusammen gekommen, um neue Songs einzuspielen. Auch „The Feeling“ und deren Flipside „Guilty“ stammen noch von dieser Session. Wobei man bei dem Gesang von „The Feeling“ zweimal hinhoeren muss, um Pauline’s Stimme eindeutig zu erkennen. Nun wird es aber auch langsam mal wirklich Zeit, das schon seit zwei Jahren angekuendigte neue Album endlich fertig zustellen. Nach Aussagen vom Label ist die Band dabei, an neuen Songs zuarbeiten. Es sind weitere limitierte Singles in diesem Jahr geplant, bevor dann Ende 2010 das neue Album veroeffentlicht werden soll. Nun, warten wir es gespannt ab! Solche Aussagen sind ja bekanntermassen immer mit Vorsicht zu geniessen. Ende Maerz haben sie uebrigens ihre groesste U.K.-Tour seit 25 Jahren beendet, u.a. waren auch Shows dabei, die sie mit STIFF LITTLE FINGERS gespielt haben. Von der Originalbesetzung wirkt natuerlich Ausnahme-Saengerin Pauline Murray mit. Keine Ahnung, ob jetzt auch noch Bassist Robert Blamire and Schlagzeuger Gary Smallman aktuell dabei sind, die ja bei den ersten Comeback-Shows von 2002 mitgespielt haben. Die Single ist als limitierte Edition im gelben Vinyl erschienen. Wenn man die digitale Release vorzieht, bekommt man gratis noch eine Live-Version ihres alten Klassiker „Come Into The Open“ dazu. Auch nicht schlecht….
( * * * * + )

RAYMUND KRAULEIDIS - „Schmoltke & Ich“  Buch
RAYMUND KRAULEIDIS
„Schmoltke & Ich“ Buch
( Heyne Verlag / TypeKultur.de , Release Date: 19. November 2009 )
An dieser Stelle etwas untypisch diese Buchbesprechung, aber auch ich habe mich in den letzten Jahren immer wieder mit wachsender Begeisterung auf die aktuellen Schmoeker von Tommy Jaud oder Oliver Uschmann gestuerzt. Dieses Buch faellt ebenfalls in diese Mundart. Das Buch faengt direkt mit einem echten Klopper an. Danach verflacht es zusehends. Na ja, verflacht ist vielleicht nicht die richtige Umschreibung, aber ich hab da vom Schreibstil doch einiges mehr erhofft. Die Geschichten sind zu leicht zu durchschauen, bieten keine echten Ueberraschungsmomente und halten mich somit nicht wirklich bei Laune. Alles ein wenig „unlustig“ vorgetragen. Ausserdem sind mir da einige Storys zu sehr an den Haaren herbeigezogen.
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RED HOT CHILLI PIPERS - „Blast Live“ CD + DVD
RED HOT CHILLI PIPERS
„Blast Live“ CD
„Blast Live“ DVD
( REL Records / Gordeon Promotion , Release Date: 30. April 2010 )
Da haette man doch eigentlich eher ein schoenes DVD/CD-Set von machen koennen, als die Dinger einzeln raus zubringen. Aber was solls. Nun, von dieser Band hoere ich hier das erste Mal. Eine Spezialitaet des Schotten-Achters scheint es wohl zu sein, alte, sowie Rock-Songs neueren Datums zu „verdudelnsaecken“, und in schoen regelmaessigen Abstaenden zwischen den eigenen Liedern im Live-Programm einfliessen zulassen. So findet man z.B. „Smoke On The Water, „Thunderstruck”, „Clocks” oder „We Will Rock You” in ihrem Set. Mit pUnK rOcK hat das alles nicht sehr viel zu tun, eher mit handgemachter Rock-Musik, die zum Hauptbestandteil ihrer Ausfuehrung immerhin drei Dudelsaecke benutzt.
( * * * )

THE ROOVERS - „A Sweet Invitation To A Romantic Massacre“ CD
THE ROOVERS
„A Sweet Invitation To A Romantic Massacre“ CD
( Fast Line Records / Revolver Promotion , Release Date: 01. April 2010 )
Liebe Freunde der Geschlechtsumwandlung, ich moechte ja nicht unhoeflich erscheinen, aber wenn man mir solch einen Langweiler unterbreitet, kann ich mit meinen Fluechen nicht vorm Berg halten. Oder sollte ich bitterlich einige Krokodilstraenen vergiessen und so tun als wenn nix waer. Die Roovers ist so eine Kapelle die bestellt aber nicht abgeholt wurde. So MANDO DIAO, THE HIVES und den ganzen anderen Nordlichter-Mainstream, Das klingt nach langweiligem Rock der so halbherzig wirkt, dass er jede Partystimmung am Hoehepunkt killt. Sammeltaxi kommt mir noch in den Sinn. Ich glaub, ich ueberlege mir das noch einmal mit der Geschlechtsumwandlung, ich bleib lieber dem pUnK rOcK treu.
( * * )

SILENT NOISE - „Whatever Happened To Us?“ CD
SILENT NOISE
„Whatever Happened To Us?“ CD
( Only Fit For The Bin Records / Detour-Records.co.uk , Release Date: 15. Maerz 2010 )
Ich habe vor wenigen Minuten das neue Album von TURBOSTAAT besprochen, auf das ich ja ueberhaupt nicht klargekommen bin. Und jetzt direkt danach Silent Noise mit ihrem Minimalisten-pUnKrOcK aus den 70ern. Was fuer eine verdammte Wohltat! Welcome Home Real Shock! Alles ist so herrlich billig aufgemacht. Da steckte nie eine Absicht dahinter. Es gab eben keine andere Moeglichkeit. Budget war damals ein absolutes Fremdwort fuer solche NoName-Bands. Und so entstanden fluechtige Momentaufnahmen, die das kurzlebige Schaffen dokumentierten. Mit ganz viel Glueck blieb es aber nicht nur bei ein paar Gigs in der unmittelbaren Naehe, sondern die Musik wurde auf Band in billigen Tonstudios festgehalten. Nur wenige schafften von dem Material eine Single raus zubringen. Silent Noise aus Norwich hatten anscheinend genug Ambitionen, die Songs „I’ve Been Hurt (So Many Times Before)“ und „Heart To Heart“ auf ihrem eigenen Label „Easy“ in einer 1000er-Auflage zu veroeffentlichen. Unnoetig zu erwaehnen, das diese Single heute fuer mehr als 100 englische Pfund beispielsweise bei eBay gehandelt wird. Nur, 30 Jahre zurueck fand die Band keine Abnehmer mehr! Finanziell musste man schwere Verluste hinnehmen, die es unmoeglich machten, direkt eine zweite Single nachzulegen. Und so kam es wie es kommen musste. Nach nur zwei Jahren war die Band an ihre Grenzen gestossen. Keiner zeigte ein wirkliches Interesse an der Band, ausser vielleicht JOHN PEEL, der die Single zwei Mal in seinem Programm spielte. Silent Noise hatten alle lokalen Konzerttempel abgegrast und ein Weiterkommen in jeder Hinsicht blieb ihnen vergoennt. Mit den Moeglichkeiten, die es heute auch im kleineren Rahmen gibt, wurden die damals aufgenommenen Songs nun endlich auf CD, und das fuer alle Zeit verewigt. Schnitt!
Dies ist nun meine zweite Besprechung fuer das Label. Zum besseren Verstaendnis, worum es bei dem Label eigentlich geht, uebernehme ich hier einfach mal die Wortwahl der ACME SEWAGE CO-Review vom Monat Februar.
„Only Fit For The Bin“ (zu Deutsch: eigentlich nur fuer die (Muell)Tonne geeignet!) heisst das neue Unterlabel-Baby von Dizzy’s „Bin Liner Label“. Die Idee dahinter: Das Label hat sich in der Zwischenzeit so viel Material gesichert, was sie ganz offiziell veroeffentlichen koennten. Aber da der Platten-Markt z.Z. doch ziemlich am Boden liegt war das finanzielle Risiko einfach zu hoch um eine groessere Release anzugehen. So fand man den goldenen Mittelweg, indem man dieses Label ganz fix ins Leben rief, um auf einem sozusagen LowerPriceBudget-Format bei einer limitierten Auflage von 200 CDs, die Moeglichkeit zu geben, doch noch die bisher unentdeckten pUnKrOcK-Perlen der Vergangenheit einer kleinen verschworenen Allgemeinheit oeffentlich zugaenglich zumachen. Die Inlays bzw. die Booklets werden wie bei normalen CD-Veroeffentlichungen ganz professionell gedruckt und der CD-Silberling ist dabei in schwarz gewaehlt worden. Hier koennte man auch durchaus von einem „CD-Schwarzling“ sprechen. Mittlerweile sind auf dem Label insgesamt schon zehn weitere Releases in Planung. Die Silent Noise traegt dabei die Hausnummer Zwei.
( * * * * + )

SUPERCHARGER
„Handgrenade Blues“ CD
( VME / Gordeon Promotion , Release Date: 12. Maerz 2010 )
Supercharger ist eine Band, die alle gaengigen Klischeevorstellungen einer wirklich harten Rockband entsprechen. Au backe, was fuer ein oberpeinliches Gehabe! Auch wenn man dabei mal mit extrem guten Willen kurz meint, einen rein musikalischen Ansatz von TURBONEGRO oder den BACKYARD BABIES zu erkennen glaubt, so ist und bleibt diese 11-Song-Folge aus Daenemark im oeden Rock/Metal-Niemandsland fest verankert. Unertraegliches Gitarrengejaule und ein widerlicher Metal-Gesang bereiten mir hier ganz fix den Rest! Sorry, but I must puke!
( * - )

THE TIGHTS - „TV, Work & Bed“ CD
THE TIGHTS
„TV, Work & Bed“ CD
( The Tights / MySpace.com/TheTights , Release Date: Maerz 2010 )
The Tights hatten 1978 mit „Bad Hearts“ und „Howard Hughes“ gleich zwei hervorragende Singles auf den Markt gebracht, wovon besonders ihre zweite, „Howard Hughes“ bei JOHN PEEL sich einer extremen Rotation auf dem Plattenteller erfreuen durfte. Mit diesen beiden Singles gelang Iain McNay uebrigens ein ueberraschend viel versprechender Start fuer sein Label „Cherry Red Records“. Von „Bad Hearts“ verkaufte er in Windeseile 2000 Exemplare und von „Howard Hughes“ sogar direkt das Doppelte. Nur wenige Zeit spaeter, nach der zweiten Single loesten sich The Tights leider schon wieder auf. Der Zeitpunkt war denkbar unguenstig. Da Iain McNay in ihnen ein grosses Potential sah, war er an einer weiteren Zusammenarbeit mit der Band natuerlich interessiert. Aber es gab ihm auch die Moeglichkeit, sich nach anderen Bands fuer sein noch junges Label umzuschauen. Der Rest duerfte Geschichte sein und gehoert an einer anderen Stelle erzaehlt zu werden. Seitenwechsel. Urploetzlich tauchen the Tights 2004 in Dreiviertel-Originalbesetzung (ist das noch zu fassen!) wieder auf und spielen vereinzelt Konzerte. Sie schafften es sogar Ende Maerz diesen Jahres nach Berlin und spielten dort zwei Shows mit THE DUEL zusammen. Im Netz konnte ich bisher nur positive Stimmen von den beiden Abenden einfangen. Leider war der Weg nach Berlin ein wenig zu weit fuer mich. Schade! Nun, dann bleibt mir als Trost diese CD hier zu besprechen. Direkt beim ersten Hoeren hatte ich den Ausnahme-Song der 10-Song-CD entdeckt gehabt. „7707“! Kam zuerst 2007 als Single in Eigenregie raus, wobei, da macht das Zahlenspiel natuerlich sofort Sinn! Es folgte eine weitere 7“inch mit dem Titel „Blood And Flowers“. Nicht mal halb so gut wie „7707“, denn das ist ein wahres Glanzstueck des britischen ´77er-pUnKrOcK! Und ich bin froh nach drei Jahren diesem akustischen Naturschauspiel beizuwohnen. Solche Momente sind so verdammt rar geworden. Endlich kann man mal wieder mit gutem Gewissen seinen Kopf hinter den CLASH, CHELSEA + STIFF LITTLE FINGERS – Scheiben hervorheben. Denn in diesen Tagen gibt es immer weniger, was mich zu solchen koerperlichen Anstrengungen noch bewegt. The Tights mit dem genial schlichten CD-Cover bringen es auf den Punkt! „TV, Work & Bed“! Exakt so sieht das bei mir aus! Okay, zwischendurch noch ein wenig pUnK rOcK hoeren, aber, das war es auch schon. Und wenn dann so ein Hammer wie „7707“ noch um die Ecke kommt, dann bleibe ich dem pUnK rOcK aus rein musikalischer Sicht gerne noch etwas laenger erhalten! Well, nach mehrmaligem Hoeren habe ich uebrigens einen zweiten Hit rausgefiltert und zwar waere das „Keeping The Universe Young“! Allerdings hat es nicht die Klasse von „7707“! Dieser Song steht ganz klar fuer sich! Und hier macht der ehemalige Slogan auf der 3RD-Page Sinn: 1977 - ?.......
In dem Zusammenhang moechte ich noch auf JOHN PEEL’s Bewertungsprinzip zu sprechen kommen. Wenn ich es richtig zusammen bekomme funktionierte das in etwa so. Zugesandtes Material wurde wie folgt mit Sternchen hinter den Songs gekennzeichnet. Drei Sternchen bedeuteten etwa: werde ich in der Show spielen. Vier bis fuenf Sternchen bedeuteten: muss ich auf jeden Fall in der Show spielen. Bei seiner Lieblingsband THE FALL gab es dann allerdings kein Halten mehr. Da machte er so viele Sternchen wie es nur ging. „7707“ waere mit Sicherheit auch so ein Kandidat geworden!
Fuer die „TV, Work & Bed“ CD gibt es: ( * * * * * )
Fuer den Track „Keeping The Universe Young“ gibt es: ( * * * * * + )
Fuer den Track „7707 “ gibt es selbstverstaendlich: ( * * * * * * )

TURBOSTAAT - „Das Island Manoever” CD
TURBOSTAAT
„Das Island Manoever” CD
( Warner Music Group / RookieRecords.de , Release Date: 09. April 2010 )
Der Turbostaat scheint sich wohl sehr wohl bei Warner zu fuehlen. Sonst waere sicherlich nicht ein weiteres Album nach „vormann leiss“ erschienen. Nun, an meine Besprechung vom September 2007 zu „vormann leiss“ konnte ich mich nur noch entfernt erinnern. Und so war ich nach dem Lesen ein wenig erschrocken ueber mich selbst, was ich da an negativer Kritik abgeliefert habe. Obwohl, auch vor „Das Island Manoever” stehe ich vor einem Raetsel, was ich auch in hundert Jahren nicht entschluesseln kann. Es ist wie mit so vielen anderen Bands auch. Entweder man schliesst sie von Anfang an ins kleine pUnKrOcK-Herzchen oder aber findet sie so richtig schoen scheisse. Von „so richtig schoen scheisse“ ist der Turbostaat zwar einige Meilen entfernt, aber man sollte schon aufpassen, wo man hintritt. In Scheisse? Vielleicht….
( * * )

TV EYE - „Nice People“ CD digi-pak
TV EYE
„Nice People“ CD digi-pak
( Hoax Records / MySpace.com/TVEyePunk , Release Date: 26. Maerz 2010 )
Als die RAMONES 1976 ihr erstes Album mit 14 Songs, die alle unter drei Minuten lagen, veroeffentlichten, war das eine echte Sensation in der Musikerwelt. Da setzten, wenn ueberhaupt, gerade mal irgendwelche boring old farts des ekelhaften BombastRock zum dreijaehrig anhaltenden Gedenk-Solo auf der Gitarre an. 34 Jahre spaeter erlauben sich TV Eye aus Schweden weitere drastische Kuerzungen und bleiben bei ihren 31(!!!) Songs jeweils unter 1 Minute und 50 Sekunden. Der laengste Titel ist „Yoko Ono“ mit 1:42. Ihr Handwerk erlernten zumindest zwei von ihnen in den 80ern bei RAPED TEENAGERS, die heute doch ziemlich bekannt sein duerften in fachmaennischen Hardcore-Kreisen. Auf ihre alten Tage besinnt sich allerdings die Band auf die fruehe Punkrock-Schule der 70er und kloppt im Stil der BUZZCOCKS, DICKIES und RAMONES ein erstes Album hin, was unter 33 Minuten liegt. In solch kurzer Zeit kann natuerlich keine Langweile aufkommen. Waehrend die BRIEFS immer noch ein paar Strophen und Refrains dranhaengen, da donnert der Schweden-Express schon laengst durch eine neue Nummer. Ja, in etwa kann man das musikalisch schon auch ein wenig mit den BRIEFS vergleichen, gluecklicherweise aber ohne dessen ueberdrehten Gesang. Dafuer gibt es eine einsA snotty pUnKrOcK-voice, wie sich das gehoert.
( * * * * + )

THE VACANTS - „Worthless Trash“ CD
THE VACANTS
„Worthless Trash“ CD
( Only Fit For The Bin Records / Detour-Records.co.uk , Release Date: 12. April 2010 )
London’s The Vacants tauchten nie in den Punkrock-Geschichtsbuechern auf, obwohl sie seit Anfang an dabei waren. Ihre Geschichte ist von daher auch nicht in ein zwei Saetzen erzaehlt. Anfang ´76 wurde die Band gegruendet. Die naechsten zwoelf Monate verbrachte die Band damit, im Proberaum ein Programm einzuspielen. Anfang ´77 nahm die Band ein erstes Demo auf, was sie dann einem Freund, der bei der Plattenfirma „RCA“ arbeitete, vorspielte. Dieser Freund hatte teilweise auch mit „Beatt International“ zutun, eine Art Company, die sich darauf spezialisiert hatte, LPs ausschliesslich nur fuer den Uebersee-Markt zu produzieren. Die Company wollte von den Vacants eine Punk Rock LP, u.a. mit vier Cover-Versionen der SEX PISTOLS, THE CLASH, THE JAM und THE STRANGLERS. Die Band entschied sich gegen diesen Vorschlag und bevorzugte lieber Garagen-Songs aus den ´60ern, pickte die drei Songs „Sometimes Good Guys Don’t Wear White“, „Pushin’ Too Hard“ und „Louie Louie“ raus, plus das Cover der RAMONES, „Beat On The Brat“, sowie acht eigene Songs. Die 12 Tracks wurden nur an einem Abend in den „Milner Sound Studios“ an der Fulham Road aufgenommen. Die LP erschien in Italien, Spanien, Frankreich, Australien, Kanada und auch in Deutschland, und zwar als Dolby-Cassette bei „Teldec“. Sachen gibt’s! Aber es kommt noch schoener! Das kuriose an der Geschichte ist, das die Scheibe In ihrer Heimat in England ueberhaupt nicht raus kam. Im Internet habe ich mir mal verschiedene LP-Covers aus den jeweiligen Laendern angeschaut. Auf vielen prangt vorne dick und fett noch die Letter PUNK ROCK, damit auch der letzte Hinterwaeldler begreifen sollte, was ihn da zu erwarten hatte. Naemlich „Worthless Trash“! Der Sound erinnert an Rock-Punk, Marke Eigenbau mit dem heute so hochgeschaetzten „Killed By Death“-Siegel versehen. Das kommt im Gesamtbild ziemlich nahe an THE KIDS ran. Schlagzeuger Martin Chamblers uebernahm spaeter uebrigens das Schlagzeug der PRETENDERS.
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