22. November 2002
 

 


„Zuff“ / Duisburg-Rheinberg

Bis auf wenige Meter vom „Zuff“ entfernt wieder alles richtig gemacht. Und dann das! Ich fuhr die Landstrasse locker so fuenfmal auf und ab. Man sagte mir, das der oder das „Zuff“ direkt an der Strasse liegt. Aber trotzdem ich mir die Augen ausglotzte konnte ich den Laden nicht ausmachen. Was fuer eine Spritverschwendung! Und das bei den unverschaemten Benzinkursen!!!
Irgendwann, als gar nichts mehr ging, suchte ich dann endlich eine Tankstelle auf. Nicht, das nix mehr im Tank war, nee, wollte mal nachhorchen, ob die Bedienstete hinterm Tresen mehr wusste, als ich. Sie wusste und so betrat ich knappe 10 Minuten spaeter dann doch noch den oder das „Zuff“.
Eine innere Unruhe befiel mich beim Anblick der kahlgeschorenen Dorfjugend, die hier zahlenmaessig gut vertreten war und reichlich die Welle machte. Scholl und seine Blowjobs hingen mit drei vier Songs in den letzten Zuegen. Thanks for the guestlist, Karsten. Gut, das die Stitches im Anschluss folgten, denn ich wollte bei dieser merkwuerdigen Zusammenkunft keine Minute laenger im „Zuff“ weilen. Nee, so eine Scheisse brauche ich auf meine alten Tage nun wirklich nicht mehr.
Aber auch bei den Stitches ist Bruder Schlendrian nun so langsam eingekehrt. Die unberechenbare Stage-Praesenz, die sie auf ihren ersten Touren durch Europa begleitete, hatten sie wohl im Handgepaeck auf dem Heimatflughafen vergessen gehabt. Da zuendete nicht ein Song so richtig durch, noch nicht einmal das grandiose „Better Off Dead“, was La Peste schon 1978 fuer die Stitches geschrieben haben.
Mike soll jetzt voellig trocken sein. Das ist mal eine gute Nachricht. Wenigsten einer, der hoffentlich die Kurve von denen bekommt und sich nicht um den Verstand saeuft. Johnny hatte einige Kilo von Basser Pete uebernommen. Dadurch sah Johnny etwas unvorteilhaft aus, gegenueber den beiden anderen Fliegengewichten an der Front. Aber da will ich jetzt mal nicht so lange rummeckern, denn wenn ich an mir so runterschaue ist ein stetig panischer Blick auf meinen Weingummi-Schoko-Bauch nicht zu vermeiden. Ed liess seine Muskeln wieder beim kraftstrotzenden Drumspiel aeusserst cool aussehen. Mit dem moechte ich nicht in Streit geraten. Kannste dir gleich einen Sarg bestellen.
Nach gut 40 Min. war die Sache im Kasten. Ich kaufte noch schnell die neue CD und die neue Single am Verkaufsstand und machte mich geruchlos aus dem Staub.

Bericht und Fotos von RALF REAL SHOCK
( Original aus "3RD Generation Nation" No. 25, Sommer 2003 )

Saenger Mike Lohrman und Gitarrist Johnny Witmer

Bassist Pete                        Schlagzeuger Eddie

the STITCHES

Eddie           Pete und Eddie

Mike                            Johnny

Mike                 Mike

Mike und Johnny